E.ON kauft Windparks in Nordamerika



E.ON baut das Geschäft mit Erneuerbaren Energien weiter aus und übernimmt für 1,4 Mrd USD das Nordamerikageschäft des irischen Windparkbetreibers Airtricity. Damit erschließt sich E.ON im Bereich Erneuerbarer Energien erstmals eine starke Marktposition mit großem Wachstumspotenzial außerhalb Europas. Im Kaufpreis enthalten sind 553 Mio USD Nettofinanzverbindlichkeiten und Gesellschafterdarlehen. Der Kaufpreis steht unter dem Vorbehalt eventueller Anpassungen zum Closing-Zeitpunkt.

Airtricity betreibt zurzeit Windparks mit gut 210 MW installierter Kapazität. Bis Ende 2008 werden weitere rund 880 MW fertig gestellt. Die derzeit laufenden und sich noch im Bau befindlichen Windparks liegen in sehr windgünstigen Gebieten in den US-Bundesstaaten Texas und New York und kommen daher auf überdurchschnittlich viele Volllaststunden. Weitere Projekte mit einer Kapazität von mehr als 1.000 MW sind in einem fortgeschrittenen Stadium. Zusammen ist dafür ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 3,5 Mrd USD bis 2011 notwendig. Darüber hinaus befinden sich Windparkprojekte in den USA und Kanada mit einer Gesamtkapazität von über 5.000 MW in einem frühen Entwicklungsstadium.

Lutz Feldmann, im E.ON-Vorstand zuständig für Erneuerbare Energien: „Der Erwerb von Airtricity Nordamerika ist unser Einstieg in den weltweit attraktivsten Renewables-Markt und ein weiterer Schritt auf unserem Weg zu einer weltweit führenden Position in diesem Geschäft. Die zahlreichen Windkraftprojekte von Airtricity eröffnen uns zudem weitere gute Wachstumschancen. Nur wenige Wochen nach dem Erwerb von Energi E-2 Renovables Ibéricas in Spanien und Portugal beschleunigen wir mit dieser Akquisition den Ausbau unseres internationalen Renewables-Geschäfts. Bei der Integration von Airtricity Nordamerika in den E.ON-Konzern setzen wir auf Kontinuität. Die Gesellschaft wird weiterhin vom derzeitigen Management unter der Leitung von Declan Flanagan geführt.“

Durch Airtricity Nordamerika steigert E.ON seine weltweit installierte Windkrafterzeugung von rund 640 MW auf 850 MW und gehört damit jetzt zu den größten Windparkbetreibern weltweit. Die Gesamtkapazität der sich in der Entwicklung befindlichen E.ON-Windkraftprojekte erhöht sich von 2,6 GW auf 4,6 GW. Der Konzern erweitert mit dem Erwerb sein regionales und technologisches Windkraftportfolio. Durch das wachsende Geschäftsvolumen sichert sich E.ON zudem Einkaufsvorteile, beispielsweise beim Erwerb von Wind-Turbinen.

Die Transaktion bedarf u.a. der Zustimmung der zuständigen Regulierungsbehörden in den USA. Das Closing soll bis Ende des Jahres erfolgen.

Der US-amerikanische Windenergiemarkt ist einer der attraktivsten Windmärkte weltweit. Nach dem von Ernst & Young ermittelten "Renewable Energy Country Attractiveness Indices" erreicht er mit 72 die höchste Punktzahl weltweit vor Indien, Spanien und Großbritannien mit jeweils 64 Punkten. Aufgrund der Verlängerung der staatlichen Förderung sowie der Einführung von Renewables-Vorgaben auf Einzelstaaten-Ebene werden in den kommenden Jahren im US-amerikanischen Windenergiemarkt sehr hohe Wachstumsraten von jährlich mehr als zehn Prozent für die nächsten zehn Jahre erwartet.

  Dieses Dokument kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des E.ON-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Mitteilungen an die Frankfurter Wertpapier¬börse sowie an die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. unseres jährlichen Berichts auf Form 20-F, insbesondere in den Abschnitten "Item 3 - Key Information - Risk Factors", "Item 5 - Operating and Financial Review and Prospects" und "Item 11 - Quantitative and Qualitative Disclosures about Market Risk") beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.