E.ON wächst weiter

Hohe Investitionen in sichere Energieversorgung undKlimaschutz

"Nach dem Umbau und der Integration von E.ON zeigt sich immermehr, welche Kraft und Dynamik der Konzern entwickelt. Wie nurwenige andere Unternehmen gestalten wir aktiv den europäischenEnergiemarkt mit und bringen ihn voran." Dieses Fazit zog Wulf H.Bernotat, Vorstandsvorsitzender der E.ON AG, heute auf der Hauptversammlungdes Unternehmens in Essen. Ergebnis und Ertragskraftdes Unternehmens konnten im Vergleich zum Vorjahr weiter gesteigertwerden.

Das Adjusted EBIT1 stieg im Konzern um acht Prozent auf 7,3 Mrd €.Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE)2 lag mit 12,1Prozent (Vorjahr: 11,5 Prozent) erheblich über den Kapitalkosten vorSteuern von neun Prozent. Die Ertragskraft des Unternehmens ist damitweiter gewachsen. Für 2006 erwartet E.ON, beim Adjusted EBITnochmals leicht zulegen zu können. Der bisherige Geschäftsverlaufbestätigt diese Erwartung.

Dividende um 17 Prozent gestiegen - Sonderdividende aus Degussa-Verkauf

Für das Geschäftsjahr 2005 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eineErhöhung der Dividende um 17 Prozent auf 2,75 € je Aktie vor. Damitist das Ziel, die Ausschüttungsquote bis 2007 auf 50 bis 60 Prozentdes Konzernüberschusses vor Sondereffekten zu steigern, bereits fasterreicht.

Darüber hinaus schlagen Vorstand und Aufsichtsrat die Ausschüttungeiner Sonderdividende in Höhe von 4,25 € je Aktie vor. Damit kommtden E.ON-Aktionären der Gegenwert aus der Veräußerung derDegussa-Beteiligung zu. Einschließlich der Sonderdividende liegt dieDividendenrendite der E.ON-Aktie bezogen auf den Jahresendkurs2005 bei acht Prozent.

Wert steigerndes Wachstum

E.ON setzt im Kerngeschäft auf Wert steigerndes Wachstum. In dendynamischen Energiemärkten Mittel- und Osteuropas wurde mit demEnde März vollzogenen Erwerb des Gashandels- und Speichergeschäftsder ungarischen MOL für gut eine Milliarde Euro die Marktpositionweiter gefestigt. Neue Märkte will E.ON in Südeuropa undSüdamerika erschließen. Hierzu wurde im Februar 2006 ein Barangebotin Höhe von 29,1 Mrd € für alle Aktien des spanischenEnergieversorgers Endesa gemacht. Auf jeden Fall strebt E.ON eineMehrheitsbeteiligung an. Die Europäische Kommission hat die kartellrechtlicheGenehmigung für den Endesa-Erwerb bereits ohne Auflagenerteilt. Trotz eines von der spanischen Regierung erlassenenEildekrets und einer auf dieser Grundlage laufenden Prüfung derspanischen Energiebehörde CNE ist Bernotat zuversichtlich, dieÜbernahme von Endesa erfolgreich abschließen zu können: "Wirwerden die Endesa-Übernahme beharrlich Schritt für Schrittweiterverfolgen, so wie wir das auch bei anderen Großprojekten getanhaben".

Garant für sichere Energieversorgung

Der weltweite Wettlauf um Öl und Gas stellt die Energiewirtschaft vorneue Herausforderungen. E.ON setzt daher seine konsequente Wachstumsstrategiefort, um die Energieversorgung in Europa langfristig zusichern. Dafür ist ein breiter Energiemix ebenso unerlässlich wie dieVertiefung der Partnerschaften mit den Produzentenländern. So bautE.ON gemeinsam mit Gazprom und BASF eine Pipeline, die ab 2010Erdgas aus Sibirien durch die Ostsee nach Deutschland transportierenwird.

Die Verhandlungen mit Gazprom über eine Beteiligung am GasfeldYushno Russkoje werden fortgesetzt. Im Erfolgsfall geht E.ON davonaus, in gleicher Höhe wie BASF mit 25 Prozent minus 1 Aktie andiesem Gasfeld beteiligt zu werden. In der Zwischenzeit wurdenerhebliche Verhandlungsfortschritte erzielt, eine endgültige Einigungkonnte aber noch nicht erreicht werden.Langfristig interessante Möglichkeiten zur breiten Streuung bei derGasbeschaffung sieht E.ON auch bei verflüssigtem Erdgas (LNG).E.ON ist im Gespräch mit großen LNG-Produzenten und plant inWilhelmshaven den ersten deutschen Anlandeterminal für LNG.

Investitionen in Versorgungssicherheit und Klimaschutz

Die Sicherung der Energieversorgung ist ein wesentlicher Bestandteilder Strategie des Unternehmens. In die Modernisierung und denNeubau von Kraftwerken und Netzen investiert E.ON in den nächstendrei Jahren konzernweit insgesamt 16,3 Mrd €.

Auch der Klimaschutz spielt dabei eine wichtige Rolle. In seinemKraftwerkspark hat das Unternehmen die CO2-Emissionen je erzeugterKilowattstunde in den letzten zehn Jahren bereits um ein Drittelgesenkt. In Europa ist E.ON der größte private Betreiber von Wasserkraftwerken.In der britischen Nordsee entsteht der größte Offshore-Windenergiepark der Welt und in der deutschen Nordsee vor Borkumerrichtet das Unternehmen mit weiteren Partnern ein Testfeld fürOffshore-Windenergieanlagen. Insgesamt wird E.ON in den nächstenfünf Jahren über drei Milliarden Euro in regenerative Energieträgerund ins Energiesparen investieren.