Vorläufige Geschäftszahlen für 2005

  • Adjusted EBIT 8 Prozent über Vorjahr
  • Konzernüberschuss 71 Prozent über Vorjahr
  • Dividendenvorschlag 7 Euro

Vor dem Hintergrund des angekündigten Übernahmeangebots für Endesa gibt E.ON heute vorläufige und nicht testierte (1) Zahlen für das Geschäftsjahr 2005 bekannt.

Der Konzernumsatz ist um 21 Prozent von 46,7 Mrd EUR auf 56,4 Mrd EUR gestiegen. Dies ist insbesondere auf die Weiterverrechnung der Bezugskosten von Strom gemäß dem Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) in Deutschland, die höheren durchschnittlichen Preise im Strom- und Gasgeschäft, den Absatzzuwachs und die Erstkonsolidierung neu erworbener Gesellschaften zurückzuführen.

Das Adjusted EBITDA (2) lag mit 10,3 Mrd EUR um 5 Prozent über dem Vorjahr (9,7 Mrd EUR). Das Adjusted EBIT (2) stieg um 8 Prozent auf 7,3 Mrd EUR (Vorjahr: 6,8 Mrd EUR). Insbesondere höhere Großhandelsstrompreise und höhere Erzeugungsmengen aus Wasserkraft in Skandinavien haben zu dieser Ergebnisverbesserung beigetragen.

Beim Konzernüberschuss (nach Steuern und nach Anteilen Konzernfremder) hat E.ON das hohe Vorjahresniveau dank der Buchgewinne aus der Veräußerung von Viterra und Ruhrgas Industries erheblich übertroffen. Er lag mit 7,4 Mrd EUR um 71 Prozent über dem Vorjahreswert (4,3 Mrd EUR).

Im Geschäftsjahr 2005 konnte E.ON die Rendite erneut steigern: Der ROCE (3) lag mit 12,1 Prozent (Vorjahr: 11,5 Prozent) erheblich über den Kapitalkosten vor Steuern von 9 Prozent.

Der operative Cashflow (4) des E.ON-Konzerns übertraf mit 6,6 Mrd EUR den Vorjahreswert (5,8 Mrd EUR) um 13 Prozent.

Der E.ON-Vorstand wird dem Aufsichtsrat eine Dividende in Höhe von 7,00 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie für die Hauptversammlung am 4. Mai 2006 vorschlagen. Darin enthalten ist eine Sonderdividende in Höhe von 4,25 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie, mit der E.ON die bereits im Vorjahr angekündigte Weitergabe des Gegenwerts der Degussa-Beteiligung an seine Aktionäre umsetzt.

1) Die angegebenen Zahlen für das Jahr 2005 sind vorläufig und nicht testiert. Die Zahlen für 2004 sind pro-forma. Der Geschäftsbericht 2005 wird am 9. März 2006 veröffentlicht und kann dann unter www.eon.com herunter geladen werden.

2) Der Konzernabschluss der E.ON AG wird nach den United States Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufgestellt. Adjusted EBIT und Adjusted EBITDA des Konzerns werden als nicht nach US-GAAP ermittelte Kennzahlen (Non-GAAP financial measures) bezeichnet. Das Adjusted EBIT wird wie folgt auf den Konzernüberschuss übergeleitet: Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (2005: 7.208 Mio EUR) wurde um nicht operative Positionen (2005: 902 Mio EUR) bereinigt. Darin enthalten sind Buchgewinne und -verluste aus Desinvestitionen, Restrukturierungsaufwendungen sowie Aufwendungen und Erträge mit einmaligem bzw. seltenem Charakter. Außerdem wird das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um das nach wirtschaftlichen Kriterien abgegrenzte Zinsergebnis (2005: -1.027 Mio EUR) bereinigt. Nach Steuern (2005: -2.276 Mio EUR) und Anteilen konzernfremder Gesellschaften (2005: -553 Mio EUR) ergibt sich ein Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 4.379 Mio EUR. Zum Konzernüberschuss tragen dann noch das Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (2005: 3.035 Mio EUR; enthält vor allem die Buch¬gewinne aus der Abgabe von Viterra und Ruhrgas Industries) und geringfügige Anpassungen bei. Der Konzernüberschuss gemäß US-GAAP beträgt dann 7.407 Mio EUR. Weitere Informationen zur Berechnung des Adjusted EBIT von E.ON sind im Annual Report on Form 20-F für das Geschäftsjahr 2004 enthalten. Das Adjusted EBIT ergibt sich aus dem Adjusted EBITDA abzüglich Adjusted EBIT-wirksamen Abschreibungen (2005: 2.939 Mio EUR).

3) Der ROCE wird als Quotient aus dem Adjusted EBIT und dem investierten Kapital (Capital Employed) berechnet. Das Capital Employed im Jahresdurchschnitt nach nicht fortgeführten Aktivitäten für das Geschäftsjahr 2005 beträgt 60.398 Mio EUR. Das Capital Employed spiegelt das im Konzern gebundene und zu verzinsende Kapital wider. Bei der Ermittlung wird das unverzinslich zur Verfügung stehende Kapital vom betrieblich gebundenen Anlage- und Umlaufvermögen der einzelnen Geschäftsfelder abgezogen. Firmenwerte aus Akquisitionen (Goodwill) fließen mit ihren Anschaffungswerten ein, solange sie als werthaltig zu betrachten sind.

4) entspricht dem Cashflow aus der Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten.