E.ON gibt neue Impulse für den Wettbewerb

E.ON ergreift die Initiative für mehr Wettbewerb im Strom- und Gasmarkt und hat hierzu ein umfangreiches Maßnahmenpaket verabschiedet. Johannes Teyssen, Mitglied des Vorstands der E.ON AG, stellte bei der heutigen VIK-Jahrestagung in Berlin erste Bausteine für die Weiterentwicklung des deutschen Strommarkts vor.

Jedes neue Kraftwerk, das Wettbewerber im E.ON-Netzgebiet bauen, soll zügig den nötigen Netzanschluss erhalten. Mögliche Netzengpässe werden durch eine verringerte Einspeisung aller Kraftwerke im Netzgebiet, auch der E.ON-Anlagen, ausgeglichen. Damit gibt E.ON Impulse für den Bau neuer Kraftwerke und für ein größeres Stromangebot in Deutschland. Dem gleichen Ziel dient die Verbesserung des Stromaustausches mit den Nachbarländern. Als ersten Schritt hierzu plant E.ON eine kurzfristige Erweiterung der grenzüberschreitenden Transportkapazitäten um rund 1.000 MW; dies entspricht ungefähr der Leistung eines Kernkraftwerks. Darüber hinaus wird E.ON mit einem weiteren Netzausbau erhebliche Zusatzkapazitäten für den internationalen Stromaustausch bereitstellen. Damit wird zugleich eine wichtige Grundlage dafür geschaffen, den Stromhandel in eine neue europäische Dimension zu führen. E.ON wird dazu aktiv bei einer Zusammenführung der bestehenden nationalen Strombörsen zu europäischen Börsenplätzen mitwirken.

Um die Liquidität und die Transparenz des Stromhandels schnell zu erhöhen, wird E.ON ab sofort noch mehr Geschäfte über öffentliche Handelsplätze tätigen. Der direkte Stromhandel mit Anbietern oder Abnehmern wird hingegen reduziert. Bereits seit April 2006 informiert das Unternehmen alle Handelsteilnehmer über die am jeweils nächsten Tag zur Verfügung stehende Erzeugungskapazität – eine wichtige Information zur Einschätzung der voraussichtlichen Angebotssituation.

Dazu Johannes Teyssen: „Wir sind überzeugt, dass es gegen hohe Energiepreise nur eine Strategie gibt: Eine schnelle und intensive Europäisierung und eine noch stärkere Wettbewerbsorientierung der Märkte und der Unternehmen. Mit den angekündigten Maßnahmen werden wir den Energiewettbewerb in Deutschland und Europa weiter forcieren. Das bringt auch dem Kunden mehr als unsinnige regulatorische Eingriffe, die im Ergebnis zu weniger Wettbewerb und höheren Preisen führen.“