Bild: Johannes Teyssen

Tempo machen Richtung Nachhaltigkeit

Seit 2016 konzentriert sich E.ON auf die Geschäftsfelder Erneuerbare Energien, Energienetze und innovative Kundenlösungen. Mit dieser Schwerpunktsetzung stellen wir uns den Herausforderungen einer neuen, nachhaltigeren Energiewelt und machen uns bereit für die Energiemärkte der Zukunft. Bereits heute erbringen wir in allen drei Bereichen hervorragende Leistungen. Unser Ziel ist es, diese weiter zu steigern und so für alle Stakeholder unseres Unternehmens – ob Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre, Geschäftspartner oder die Gesellschaft – einen klaren Mehrwert zu erwirtschaften.

Die Geschäftsfelder unserer klassischen Energiewelt – konventionelle Stromerzeugung und globaler Energiehandel – gingen mit Beginn des Jahres 2016 an die neu gegründete Gesellschaft Uniper über.

„Unser Programm wird ambitioniert werden.“

Johannes Teyssen, Vorsitzender des Vorstands und Chief Sustainability Officer der E.ON SE, steht in einem kurzen Interview Rede und Antwort zur Rolle von Nachhaltigkeit in der strategischen Neuausrichtung des Konzerns.

Herr Teyssen, was bedeutet die Neuausrichtung von E.ON aus Nachhaltigkeitsperspektive?

Mit der Neuaufstellung in den Geschäftsfeldern Erneuerbare Energien, Energienetze und innovative Kundenlösungen setzt E.ON auf nachhaltiges Wachstum. Künftig werden wir unsere Schwerpunkte noch besser in Übereinstimmung mit den Bedürfnissen unserer Stakeholder bringen und so noch mehr als bisher zur gesellschaftlichen Wertschöpfung beitragen. Mit dem Aufbau neuer Strukturen nutzen wir zudem die Chance, Nachhaltigkeit stärker in unsere Unternehmensprozesse zu integrieren. Hierbei möchten wir auch unsere Mitarbeiter intensiver einbinden und Nachhaltigkeit in unserem Alltag noch konsequenter leben.

Wichtige Voraussetzungen hierfür haben wir bereits geschaffen. So haben wir zum Jahresbeginn 2016 wieder eine eigenständige Nachhaltigkeitsabteilung aufgebaut. Die Kolleginnen und Kollegen dort arbeiten intensiv und in enger Abstimmung mit unserem – ebenfalls neu formierten – Nachhaltigkeitsausschuss an einem neuen strategischen Nachhaltigkeitsansatz für E.ON. Zudem habe ich die Funktion des Chief Sustainability Officers übernommen. Dies macht deutlich, welche Bedeutung das Thema Nachhaltigkeit heute für uns hat.

Was wird aus dem alten strategischen Ansatz? Welche neuen Ziele setzt sich E.ON?

Für uns ist selbstverständlich, dass die bisherigen Nachhaltigkeitsgrundsätze von E.ON weiterhin uneingeschränkt gelten. Hierzu gehören jene Prinzipien, Normen und Standards, die unser Handeln in den Themenfeldern Umwelt, Soziales sowie Governance & Integrität seit Langem leiten. Nach wie vor gilt zum Beispiel unser Bekenntnis zu den zehn Prinzipien des „Global Compacts“ der Vereinten Nationen und den Grundsätzen des World Business Councils for Sustainable Development (WBCSD), die ich hiermit ausdrücklich bekräftige. Auch die jährliche Berichterstattung unserer Fortschritte in Sachen Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung werden wir konsequent fortführen.

Außerdem werden wir den Konzernumbau auch zum Anlass nehmen, neue strategische Schwerpunkte und Ziele unserer Nachhaltigkeitsarbeit zu definieren. Mit der Entwicklung der Ziele haben wir bereits begonnen. In den kommenden Monaten werden wir diese zusammen mit geeigneten Maßnahmen und Zeiträumen in einem neuen Arbeitsprogramm zusammenfassen. Eines kann ich Ihnen schon heute sagen: Unser Programm wird ambitioniert werden.
Bild: Johannes Teyssen


Welche Nachhaltigkeitsthemen werden für E.ON künftig Priorität haben?

Viele Nachhaltigkeitsthemen werden zugleich Geschäftsthemen sein und sich sehr eng an den drei neuen Geschäftsfeldern orientieren. Von zentraler Bedeutung sind der Umgang mit unseren Kunden, Energieeffizienz und der Zugang zu Erneuerbaren Energien. Wir möchten aber auch andere Themen, wie die Mitarbeiterentwicklung, stärker in den Fokus stellen.

Wie gewährleisten Sie, dass Ihre Stakeholder transparent und nachvollziehbar über Ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten informiert werden?

Wie gewohnt informieren wir unsere Stakeholder umfassend über Schwerpunkte, unsere Fortschritte bei der Zielerreichung und Maßnahmen aus dem jeweils vergangenen Jahr. Der Nachhaltigkeitsbericht 2015, den wir hierzu im Mai 2016 herausgeben werden, bezieht sich auf den Zeitraum vor der operativen Trennung von E.ON und Uniper und schließt somit sämtliche bisherigen E.ON-Geschäftsbereiche ein – auch diejenigen, die seit 2016 zur Uniper gehören.

Darüber hinaus beabsichtigen wir, unsere Stakeholder ausführlich über die Arbeit am neuen Nachhaltigkeitsansatz von E.ON zu informieren. Noch in der zweiten Jahreshälfte 2016 wollen wir unsere neuen Nachhaltigkeitsschwerpunkte und -ambitionen offenlegen. Hierzu werden wir bis zum Jahresende eine Broschüre herausgeben und online zur Verfügung stellen.


In der nachfolgenden Grafik finden Sie eine Übersicht der für uns wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance & Integrität (Environment, Social and Governance – ESG). Klicken Sie hierfür auf einen der drei Bereiche.

Grafik: Wesentliche Themen