Bild: Kohlekraftwerk

E.ON in den Benelux-Ländern

In den Niederlanden und Belgien sind wir sowohl in der Stromerzeugung als auch im Vertrieb und Großhandel tätig. Insgesamt verfügen wir in den Benelux-Ländern über 2,7 GW fossile Erzeugungskapazität – davon stellen Kohlekraftwerke etwas mehr als die Hälfte, Gaskraftwerke die übrige Menge. Mehrere unserer Anlagen werden zusätzlich zur Wärmeerzeugung genutzt, was ihre Brennstoffeffizienz und Klimabilanz noch verbessert. In den Kohlekraftwerken verfeuern wir außerdem bis zu 10 Prozent CO2-neutrale Biomasse – sofern ausreichende Mengen vorhanden sind. Unser Energieabsatz in den Benelux-Ländern ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – insbesondere in den Segmenten Vertrieb sowie klein- und mittelständische Unternehmen.

Mit dem Bau eines hochmodernen 1,1-GW-Kohlekraftwerkblocks an unserem Standort Maasvlakte in Rotterdam erweitern wir derzeit unsere Erzeugungskapazität in der Region. Die Anlage soll 2013 in Betrieb genommen werden. Sie wird im Vergleich zu üblichen Kohlekraftwerken eine um 20 Prozent höhere Brennstoffeffizienz aufweisen und jährlich 1,2 Mio t CO2 weniger ausstoßen. Darüberhinaus können bis zu 30 Prozent Biomasse mitverfeuert sowie die Fernwärme für nahegelegene Industrieunternehmen erzeugt werden, um die Klimabilanz weiter zu verbessern.

In Zahlen
Installierte Kapazität2,7 GW
Stromabsatz14,4 TWh
Gasabsatz8,4 TWh
Kunden0,3 Mio
Mitarbeiter860

Unsere Nachhaltigkeitsbestrebungen in den Benelux-Ländern

Wir koordinieren unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten zentral in der Personalabteilung von E.ON Benelux in Rotterdam, der Muttergesellschaft für unsere Aktivitäten in der Region. Dies betrifft die Bereiche „Corporate Responsibility“ (CR), Mitarbeiterengagement sowie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Umwelt- und Klimathemen werden von Experten in den entsprechenden Fachabteilungen betreut. Aufgabe und Herausforderung für alle unsere Nachhaltigkeitsmanager und -experten ist es, in enger Zusammenarbeit mit den Fachbereichen sicherzustellen, dass Nachhaltigkeit in all unseren Geschäftsentscheidungen berücksichtigt wird und in sämtlichen Aspekten unserer Betriebstätigkeit präsent ist.

Sicherheit hat grundsätzlich höchste Priorität für uns. Zum einen stehen wir hier gegenüber unseren Beschäftigten in der Verantwortung, zum anderen ist ein Kraftwerk mit hohem Sicherheitsniveau fast immer auch in betrieblicher Hinsicht exzellent. Um das Sicherheitsbewusstsein unserer Beschäftigten kontinuierlich zu verbessern, informieren wir sie monatlich über Unfälle, Beinaheunfälle und gefährliche Situationen. Unser Engagement zahlt sich aus: Bis zum Ende des Jahres 2012 zählten wir 6,08 Millionen unfallfreie Arbeitsstunden auf der Baustelle unseres neuen hocheffizienten Kohlekraftwerkblocks. In der gesamten Benelux-Region wurden im vergangenen Jahr nur zwei unfallbedingte Arbeitszeitausfälle registriert.

Auch auβerhalb unserer Geschäftstätigkeit fördern wir die Gesundheit und Sicherheit in unseren Gemeinden, die in den Niederlanden vielfach von Flüssen, Strömen und Kanälen durchkreuzt sind. Daher ist Schwimmen nicht nur ein beliebtes Freizeitvergnügen in der Bevölkerung, sondern auch ein Sicherheitsthema. Kinder lernen aus diesem Grund in der Regel schon mit vier oder fünf Jahren das Schwimmen. Um Schwimmen als gesunde, lebenslang mögliche Aktivität, als Wettkampfsport sowie als wichtige Sicherheitskompetenz zu fördern, unterstützen wir den Königlich Niederländischen Schwimmverband und das Nationale Schwimminstitut von Amsterdam. Im Rahmen weiterer Programme in den Gemeinden unterstützen wir ausgewählte kulturelle Veranstaltungen in der Nähe unserer Kraftwerks- und Verwaltungsstandorte.

Stakeholder-Beziehungen ausbauen

Der Energiemarkt in den Benelux-Ländern ist komplex und von scharfem Wettbewerb geprägt. Zudem unterliegt er einem starken politischen und öffentlichen Einfluss. Da wir einen Großteil unseres Stroms in der Region aus Kohle erzeugen, stellen ein offener Dialog und gute Stakeholder-Beziehungen für uns wesentliche Erfolgsbedingungen dar. Dies gilt für unseren neuen Kohlekraftwerksblock in Maasvlakte ebenso wie für unsere Beschaffungsrichtlinien für Kohle und Biomasse. Wir nutzen eine Reihe von Foren und Medien, um Stakeholder an Dialogen über Klimathemen und verantwortungsvolle Beschaffung zu beteiligen. Dazu gehören das Besucherzentrum in Maasvlakte und von einer landesweiten Finanzzeitung geleitete Informationsveranstaltungen und Diskussionen. Da die Nachhaltigkeitsdebatte unsere gesamte Branche betrifft, führen wir diese Dialoge zum Teil gemeinsam mit anderen Energieunternehmen.

Praxis vor Ort