Familie und Beruf erfolgreich vereinbaren

Ob mit oder ohne Kind – die Familienfreundlichkeit der Arbeitgeber steht gerade bei jungen Menschen hoch im Kurs: In einer Studie des Bundesfamilienministeriums gaben 90 Prozent der Beschäftigten mit Kind an, diese wäre ihnen mindestens ebenso wichtig wie das Gehalt; von den Kinderlosen teilten immerhin 70 Prozent diese Einschätzung. Auch bei Studenten zählt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben („Life Balance“) mit zu den wichtigsten Entscheidungskriterien für die Arbeitgeberwahl. Dies unterstützt unser Verständnis, dass sich eine gute Life Balance positiv auf die Motivation, die Unternehmenskultur und den wirtschaftlichen Erfolg auswirkt.

Flexible Arbeitsmodelle zeichnen Top-Arbeitgeber aus

Um unseren Mitarbeitern ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit zu ermöglichen, bieten wir ihnen zahlreiche flexible Arbeitszeitmodelle an: Teilzeit, "Home-Office"-Regelungen, Vertrauensarbeitszeit oder die Möglichkeit, längere Auszeiten ("Sabbaticals") zu nehmen, gehören hierzu. Den hohen Stellenwert flexibler Arbeitszeitmodelle für die Arbeitgeberqualität belegen die Bewertungen im Zertifizierungsprozess "Top-Arbeitgeber 2011" der unabhängigen Corporate Research Foundation: So gehören Teilzeitarbeit, Gleitzeit und Vertrauensarbeitszeit bei mehr als 90 Prozent von Deutschlands Top-Arbeitgebern zum Standard, 87 Prozent bieten ihren Beschäftigten zudem die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten.

Gezielte Unterstützung ergänzt Flexibilität

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie setzt jedoch mehr voraus, als familienfreundliche Arbeitszeitregelungen. Wir haben daher verschiedene Instrumente zur gezielten Unterstützung unserer Mitarbeiter entwickelt, beispielsweise in der Elternzeit. Um pausierende Mütter und Väter möglichst nah an den Unternehmensprozessen zu halten, bieten wir ihnen bevorzugt Urlaubs- oder Krankheitsvertretungen an. Vor der Rückkehr ist ein individuelles Planungsgespräch mit der Führungskraft verbindlich. Auch in der Organisation von Betreuungsangeboten engagieren sich unsere Einheiten: So stellt die Konzernleitung geförderte Betreuungsplätze in Kooperation mit einer Kindertagesstätte und einer Krippe bereit und kooperiert mit externen Dienstleistern zur Vermittlung von Ad-hoc-Betreuung.

E.ON Sverige gibt ihren Mitarbeitern im Rahmen des Programms "Plusvalet" die Möglichkeit, jährlich Dienstleitungen wie Babysitting oder Unterstützung bei der Haus- und Gartenarbeit in Höhe von 200 EUR zu nutzen.

Betreuung Angehöriger wird bedeutsamer

Laut Personalmarketingstudie 2010 des Bundesfamilienministeriums kümmern sich allein in Deutschland rund zehn Prozent der Beschäftigten zwischen 25 und 49 Jahren um einen betreuungsbedürftigen Angehörigen. Auch wir unterstützen unsere Beschäftigten im Rahmen einer neuen Betriebsvereinbarung sowie mit Beratungsangeboten, Informationsabenden, Erfahrungskreisen und Patenprogrammen bei ihrer oft belastenden Aufgabe. Zusätzlich engagieren wir uns bei der Vermittlung von Pflegediensten.

Bei all diesen Programmen und Maßnahmen legen wir Wert darauf, uns regelmäßig mit Fachleuten auszutauschen und konzernübergreifend von "Best-Practice"-Beispielen zu profitieren. Unseren erfolgreichen Weg wollen wir auch in Zukunft weiter beschreiten. Ziel ist es, die Selbstorganisation der Mitarbeiter zu stärken und uns in Richtung einer Ergebnis- statt einer Arbeitszeitkultur zu entwickeln.