E.ON AG
25.07.2008  14.35 Uhr
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Bild: Blau-weißes Fußgängerschild auf E.ON-Kraftwerksgelände

Arbeitssicherheit

Gemäß dem Leitsatz: "Es darf keine Unfälle geben", sind wir davon überzeugt, dass alle Unfälle verhindert werden können und die physische und psychische Gesundheit unserer Mitarbeiter aufrechterhalten werden muss.

Sicherheit am Arbeitsplatz hat bei E.ON deswegen oberste Priorität. Unsere Mindeststandards zu Arbeits- und Gesundheitsschutz sind 2006 in allen Market und Business Units verbindlich eingeführt worden. Sie werden im Jahr 2008 in einer konzernweiten Richtlinie zusammengefasst. Außerdem hat der E.ON-Vorstand 2007 eine Health-&-Safety-Strategie beschlossen, um den Prozess weiter voranzutreiben. Alle Mitarbeiter sollen noch stärker für das Thema sensibilisiert und Sicherheitsaspekte noch intensiver in die Geschäftstätigkeit eingebettet werden.

Wir sind auf dem richtigen Weg, eine Sicherheitskultur im Konzern zu verankern. Dennoch bleibt einiges zu tun. Unser Ziel ist es, konzernweit führend auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit in der Energiebranche zu werden.

Aktionsplan Sicherheit 2007
Um konzernweit alle Mitarbeiter für höchste Sicherheitsstandards zu gewinnen, wurde im Oktober 2007 der Aktionsplan Sicherheit 2007 ("Action Plan Safety") aufgestellt. Dieser umfasst zahlreiche Maßnahmen, um das Thema Arbeitssicherheit im Konzern "top down" – also vom Vorstand über die Führungsebene bis zu den Mitarbeitern – zu kommunizieren. Im Jahr 2007 ist hierzu bereits das Projekt "safe.TEG" (TEG: Top Executive Group) gestartet worden.

Auch für die Zukunft sind zahlreiche Maßnahmen zur Verankerung einer gelebten Sicherheitskultur geplant. 2008 soll im Corporate Center und in allen Market Units ein Sicherheitsrat der Führungskräfte (Executive Safety Council) nach dem Vorbild von E.ON U.S. eingerichtet werden. Mitte 2008 ist zudem die Einführung eines konzernweiten Health-&-Safety-Managementsystems geplant. Hierfür sollen auch relevante Ergebnisse des Untersuchungsberichts zu einem Unfall in der amerikanischen Mineralölindustrie genutzt werden. Dieser enthält Hinweise auf potenzielle Sicherheitslücken in Unternehmen, die auch wir vermeiden müssen. Die E.ON-weite Einführung eines zentralen Systems zur Unfallerfassung und -nachverfolgung über das Intranet oder an ein Callcenter ist für 2009 geplant. Außerdem soll das so genannte Whistleblower-Verfahren erweitert werden, das Mitarbeiter dazu anhält, Missstände und Sicherheitslücken, die ihnen auffallen, auch mitzuteilen.
Projekt "safe.TEG"
Um die Wahrnehmung für Arbeitssicherheit speziell auf oberer Führungsebene weiter zu schärfen, haben wir im Oktober 2007 in Kooperation mit dem anerkannten Technologiekonzern DuPont Safety Resources das konzernweite Projekt "safe.TEG" gestartet. Ab Februar 2008 beginnt "safe.TEG" mit einer Onlinebefragung sowie individuellen Interviews mit allen 250 Top Executives (TEG). Aus den Ergebnissen werden Maßnahmen für die Verbesserung der Arbeitssicherheit abgeleitet. Seit 2007 ist das Thema Sicherheit in die Zielvereinbarungen für Führungskräfte aufgenommen worden.
Fast 25 Prozent weniger Unfälle

Im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz nimmt E.ON einen Spitzenplatz in der Energiebranche ein. Im Vergleich zu den regionalen Wettbewerbern weist ein Großteil unserer Market Units eine deutlich geringere Unfallrate auf. Das hohe Niveau, das wir in diesem Bereich erreicht haben, zeigt sich an dem Lost Time Injury Frequency Index (LTIF). Der LTIF gibt die Häufigkeit von Arbeitsunfällen pro eine Million Arbeitsstunden an. 2007 lag der durchschnittliche Index-Wert bei 3,0. Das heißt: Im gesamten E.ON-Konzern gab es durchschnittlich drei Unfälle pro eine Million Arbeitsstunden. Damit haben wir unser Ziel für 2007 (LTIF 3,3) erreicht und die Arbeitsunfälle seit 2004 halbiert. Das ist zwar erfreulich, doch wir müssen noch besser werden: Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Zahl der Unfälle im Konzern im Jahr 2008 auf einen LTIF von 2,6 zu reduzieren. Bis 2010 peilen wir konzernweit einen LTIF-Wert von 2,0 an.

Tabelle: LTIF
"Dupont Safety Award" für E.ON Benelux

E.ON Benelux geht in Sachen Arbeitssicherheit mit gutem Beispiel voran. 2007 sind die Bemühungen der Niederländer mit dem "Dupont Safety Award" ausgezeichnet worden. Kein einziger Unfall bei über zwei Millionen angefallenen Arbeitsstunden, so die Bilanz. Dazu haben einige beispielhafte Sicherheitsmaßnahmen beigetragen. Von dieser Erfahrung sollen in Zukunft alle Business Units profitieren: Ein international besetzter E.ON-Arbeitskreis hat einen Sicherheitskatalog erarbeitet, der konzernweite Standards für das Arbeiten auf Baustellen festlegt.

Bessere Analyse von Unfallursachen
Um Unfälle nachhaltig zu vermeiden, heißt es: Aus Fehlern lernen und Sicherheitslücken zuverlässig schließen. Der LTIF spiegelt nicht die gesamte Sicherheitssituation im Unternehmen wider, sondern nur die Häufigkeit von Verletzungen mit Ausfallzeiten. Um eine bessere Analyse zu ermöglichen, haben wir 2007 den Total Recordable Injury Frequency Index (TRIF – Gesamtzahl aller erfassten Unfälle) eingeführt. Ab 2008 werden die ersten Daten konzernweit verfügbar sein. Damit sollen auch solche Unfälle erfasst werden, nach denen nur eingeschränktes Arbeiten möglich ist oder Mitarbeiter medizinisch behandelt werden. Durch das neue System sollen Situationen ermittelt werden, die zu einem Unfall (schädigenden Ereignis) auch ohne Ausfalltage geführt haben. Von dieser Neuerung erhoffen wir uns einen großen Fortschritt bei der Gewährleistung der Sicherheit unserer Mitarbeiter.
"Destination ZERO" – E.ON UK und E.ON U.S. als Vorbild
Unter dem Motto "Destination ZERO" ("null Unfälle" sind das Ziel) will E.ON UK gemeinsam mit E.ON U.S. unsere Führungskräfte verpflichten, mehr Verantwortung für Arbeitssicherheit zu übernehmen. Von der Analyse bis zum Training steht ihnen eine Auswahl von Instrumenten und Methoden zur nachhaltigen Unfallvermeidung zur Verfügung. Mit einem LTIF von 0,8 (2006: 1,2) ist E.ON U.S. konzernweit Vorbild und in der amerikanischen Versorgungswirtschaft weit besser als der Durchschnitt (2006: 4,7).
Auch bei Zulieferern und Vertragspartnern Verantwortung übernehmen
E.ON will die im Unternehmen etablierte Sicherheitskultur auch für ihre Zulieferer und Vertragspartner verbindlich machen. E.ON U.S. und E.ON UK haben dafür ein "Performing Contractors Management Program" ins Leben gerufen. Damit sollen höchste Sicherheitsstandards auch bei den Zulieferern gewährleistet werden. Alle bis 2007 bestehenden Market Units arbeiten an der Umsetzung – alle neuen Market Units sollen das Managementprogramm ebenfalls schnellstmöglich übernehmen. Bereits seit einiger Zeit an allen Standorten etabliert sind arbeitsschutzspezifische Einweisungen der Fremdfirmen. Außerdem werden alle Zulieferer im Vorfeld der Beauftragung durch unsere Beschaffungsabteilung u. a. auf Sicherheitsstandards überprüft.
Tabelle: Anzahl Unfälle mit anschließender Ausfallzeit
Angebote auf weiteren E.ON-Webseiten zu diesem Thema:
Exzellentes Managementsystem zu Arbeitssicherheit bei E.ON UK
Arbeitssicherheit wird bei E.ON UK großgeschrieben.
Bild: Ein E.ON-Mitarbeiter an einer Anlage
Rule One
Unter dem Motto "Wir verletzen keine Menschen" hat E.ON UK die Initiative Rule One gestartet.
Bild: Ein Mann in einer Trafo-Station

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