Finanzstrategie
E.ONs Finanzstrategie setzt sich aus den zentralen Bestandteilen Kapitalstrukturmanagement und Dividendenpolitik zusammen.
Die Kapitalstruktur wird bei E.ON mittels des Verschuldungsfaktors (Debt Factor) gesteuert, um einen dem Verschuldungsstand angemessenen Zugang zum Kapitalmarkt zu gewährleisten. Der Debt Factor ermittelt sich aus dem Verhältnis der wirtschaftlichen Netto-Verschuldung zu unserem EBITDA und stellt damit eine dynamische Verschuldungsmessgröße dar. Hierbei schließt die wirtschaftliche Netto-Verschuldung neben den Netto-Finanzschulden auch die Pensions- und Entsorgungsrückstellungen ein. Zudem werden die Netto-Marktwerte der Währungsderivate aus Finanztransaktionen (ohne Transaktionen aus dem operativen Geschäft und dem Assetmanagement) einbezogen. Es ist E.ONs mittelfristiges Ziel, einen Debt Factor von unter 3 zu erreichen.
Hierzu hatte E.ON bereits im November 2010 proaktiv ein Programm zum Management der Portfolio- und Bilanzstruktur angekündigt, welches unter anderem Desinvestitionen in Höhe von 15 Mrd € bis Ende 2013 vorsah. Dieses Desinvestitionsziel werden wir deutlich übertreffen. Darüber hinaus plant E.ON, bis 2015 wieder einen positiven freien Cashflow (definiert als operativer Cashflow abzüglich Investitionen und Dividendenzahlungen) zu erwirtschaften. Dies soll durch Steigerung der Effizienz (E.ON 2.0), Reduzierung des künftigen Investitionsvolumens und Anpassung der geplanten absoluten Dividende ab dem Geschäftsjahr 2013 erreicht werden.
Das zweite wichtige Element der Finanzstrategie ist eine kontinuierliche Dividendenpolitik mit dem Ziel, 50 bis 60 Prozent des nachhaltigen Konzernüberschusses auszuschütten. Für das Geschäftsjahr 2012 schlagen wir daher eine Dividende von 1,10 € pro Aktie vor. Auch zukünftig planen wir eine Dividende innerhalb der angestrebten Ausschüttungsquote auszuzahlen. Auf diese Weise sichern wir unseren Aktionären eine attraktive Anlage und gleichzeitig uns die Möglichkeit, in die Transformation von E.ON zu investieren.