E.ON AG
16.05.2008  09.02 Uhr
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Finanzlexikon

Kurz und prägnant: Unser Lexikon erklärt Ihnen die wichtigsten Börsen-Begriffe aus aller Welt.
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Adjusted EBIT Wichtigste interne Ergebniskennzahl und Indikator für die nachhaltige Ertragskraft unserer Geschäfte. Das Adjusted EBIT (Earnings before Interest and Taxes) ist ein bereinigtes Ergebnis der gewöhnlichen operativen Geschäftstätigkeit unabhängig von der Finanzierungstätigkeit. Bereinigt werden im Wesentlichen solche Aufwendungen und Erträge, die einmaligen bzw. seltenen Charakter haben (vgl. Neutrales Ergebnis).
 
Adjusted EBITDA Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization – Entspricht dem Adjusted EBIT vor Abschreibungen bzw. Amortisation.
 
Adjusted EBITDA ÷ Netto-Finanzposition Maß für die Schuldendienstfähigkeit eines Unternehmens – Teil der Netto-Finanzverbindlichkeiten, der aus dem Adjusted EBITDA zurückgezahlt werden könnte.
 
Adjusted EBITDA ÷ Netto-Zinsaufwand Maß für die Schuldendienstfähigkeit eines Unternehmens – Beschreibt, wie oft der Netto-Zinsaufwand aus dem Adjusted EBITDA gezahlt werden könnte.
 
ADR Abk. für: American Depositary Receipts. Amerikanische Hinterlegungsurkunde, die anstelle einer ausländischen Aktie an einer US-amerikanischen Börse gehandelt wird.

Ein wesentlicher Vorteil für US-Anleger liegt in der Notierung der ADR in USD. Auch Dividenden werden in USD gezahlt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche US-Investoren, die Aktien ausländischer Unternehmen nur dann kaufen dürfen, wenn diese an einer amerikanischen Börse gelistet sind.

Durch die ADR gibt E.ON solchen Investoren die Möglichkeit, Anteile an E.ON zu erwerben und dabei gleichzeitig Anteilsscheine zu halten, die im Wesentlichen amerikanischen Aktien entsprechen. Zudem erwirbt der Käufer von ADR alle Rechte und Pflichten, die auch ein Stammaktionär hat, also zum Beispiel Gewinnansprüche, Informationsrechte oder die Möglichkeit zur Teilnahme an und zum Stimmrecht in der Hauptversammlung.

Mit Wirkung zum 29. März 2005 wurde das Verhältnis zwischen E.ON-ADR und E.ON-Aktien von 1:1 auf 3:1 verändert. Durch diese Umstellung verdreifachte sich die Zahl der handelbaren ADR an der NYSE. Die erhöhte Liquidität und Handelbarkeit der E.ON-ADR steigert somit weiter die Attraktivität der E.ON-Aktie für US-amerikanische Investoren.
 
Aktie Wertpapier, das die Beteiligung an einer Aktiengesellschaft verbrieft.
(Aktie der E.ON AG)
 
Aktiengesellschaft (Abk.: AG) Unternehmen, dessen Grundkapital in einzelne Aktien aufgeteilt ist. Oft ist eine Vielzahl von Aktionären auch mit kleinsten Beträgen an einer AG beteiligt (Aktionärsstruktur der E.ON AG). Man spricht dann auch von einer Publikumsgesellschaft. Die Haftung des Aktionärs beschränkt sich jeweils auf die Höhe seines Aktienanteils, der Anteilsinhaber haftet also nicht wie bei Personengesellschaften mit seinem gesamten Privatvermögen.

Bei börsennotierten Aktiengesellschaften (Börseneinführung) kann der Aktionär seine Aktie jederzeit über ein Kreditinstitut an der Börse verkaufen.

Die Organe der Aktiengesellschaft sind: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung.

Um die Interessen der Aktionäre zu schützen, unterliegen Aktiengesellschaften besonderen Publizitätspflichten: Sie müssen z.B. den Jahresabschluß veröffentlichen und kursrelevante Geschäftsvorfälle bekanntgeben (Ad-hoc-Publizität).
 
Aktienindex (Kursindex, Performance index)
Aktienindizes fassen die Kurs- oder Wertentwicklung mehrerer Aktien zusammen. Dabei werden die einbezogenen Aktien nach bestimmten Kriterien je Index gewichtet. Kursindizes (z. B. FAZ-Aktienindex) berücksichtigen nur die Kursentwicklung der Aktien. Performanceindizes (z. B. DAX) berücksichtigen zusätzlich auch Dividenden und Bezugsrechte bei Kapitalerhöhungen. Performance-Indizes erfassen somit die gesamte Wertentwickung der im Index enthaltenen Aktien.

Aktienindizes lassen sich für Performancevergleiche und Anlageentscheidungen nutzen. Für Performancevergleiche wird häufig die Performance der einzelnen Aktie der des Indizes gegenübergestellt. Ein weltweit wachsender Teil der Anlagegelder wird in sogenannte Indexfonds investiert. Bei diesen Fonds wählen die Fondsmanager nicht einzelne Aktien aktiv aus, sondern sie versuchen, mit einer passiven Anlagestrategie die Struktur eines Index und damit auch dessen Performance möglichst genau nachzubilden. So entsteht für Aktien, die in wichtigen Indizes enthalten sind, automatisch eine zusätzliche Nachfrage.

Auch in aktiv gemanagten Fonds verwenden Fondsmanager Indizes als Bewertungsmaßstab. Sie versuchen dann, durch Unter- oder Übergewichtung einzelner Aktientitel gegenüber der Gewichtung dieser Aktien im Index eine bessere Performance als der Index zu erzielen.
 
Assoziierte Unternehmen Unternehmen, an denen ein in den Konzernabschluß einbezogenes Unternehmen gem. § 271 I HGB beteiligt ist und auf deren Geschäftspolitik das Unternehmen tatsächlich maßgeblichen Einfluß nimmt. Assoziierte Unternehmen werden nicht im Rahmen der Voll- oder Quotenkonsolidierung, sondern nach der At-equity-Bilanzierung in den Konzernabschluß einbezogen.
 
At-equity-Bilanzierung Verfahren zur Berücksichtigung von Beteiligungsgesellschaften, die nicht auf Basis einer Vollkonsolidierung mit allen Aktiva und Passiva in den Konzernabschluss einbezogen werden. Hierbei wird der Beteiligungsbuchwert um die Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligung fortgeschrieben. Diese Veränderung geht in die Gewinn- und Verlustrechnung der Eigentümergesellschaft ein.
 
Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat ernennt die Unternehmensleitung (Vorstand), überwacht und berät sie. Seine Mitglieder werden bei mitbestimmten Unternehmen teils von der Hauptversammlung, teils von der Arbeitnehmerseite gewählt. (Aufsichtsrat der E.ON AG)
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Baisse Allgemeiner, meist länger anhaltender kräftiger Rückgang der Aktienkurse. Gegensatz: Hausse.
 
Bedingtes Kapital Erhöhung des Grundkapitals einer AG, die nur soweit durchgeführt wird, wie zusätzliche Aktien durch Ausübung des Umtausch- oder Bezugsrechts der Bezugsberechtigten endgültig gezeichnet oder übernommen werden (§ 192 AktG).
 
Bereinigter Konzernüberschuss Ergebnisgröße nach Zinsen, Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie Anteilen Konzernfremder, die um außergewöhnliche Effekte bereinigt ist. Zu den Bereinigungen zählen Buchgewinne und -verluste aus Desinvestitionen, Restrukturierungsaufwendungen und sonstige nicht operative Aufwendungen und Erträge mit einmaligem bzw. seltenem Charakter (nach Steuern und Fremdanteilen). Darüber hinaus wird das Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten beim bereinigten Konzernüberschuss nicht berücksichtigt.
 
Beta-Faktor Maß für das relative Risiko einer einzelnen Aktie im Vergleich zum Gesamtmarkt (Beta größer eins = höheres Risiko, Beta kleiner eins = niedrigeres Risiko).
 
Bezugsrecht Recht des Aktionärs, bei einer Kapitalerhöhung eine der Höhe seines Aktienbesitzes entsprechende Zahl neuer (=junger) Aktien zum Emissionskurs zu erwerben. Ist der Emissionskurs niedriger als der aktuelle Börsenkurs, hat das Bezugsrecht einen rechnerischen Wert. Aktionäre sind zum Kauf junger Aktien nicht verpflichtet, sondern können ihr Bezugsrecht an der Börse veräußern.
 
Bilanz Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva) eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt. Das Vermögen zeigt die Verwendung der eingesetzten finanziellen Mittel, das Kapital die Ansprüche der Gläubiger (Fremdkapital) und der Unternehmer (Eigenkapital) an das Vermögen (Herkunft). Die Bilanz ist - gemeinsam mit den übrigen Bestandteilen des Jahresabschlusses - ein wichtiges Instrument zur Beurteilung der Lage und Entwicklung eines Unternehmens.
 
Blue Chip Amerikanischer Börsenausdruck für die Aktie eines großen, besonders substanz- und ertragsstarken Unternehmens.
 
Börse Markt (Treffpunkt von Angebot und Nachfrage) für Wertpapiere. Der Börsenhandel findet zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten oder über ein elektronisches Handelssystem statt. Die acht deutschen Wertpapierbörsen und das elektronische Handelssystem Xetra unterliegen der staatlichen Aufsicht. Über die Zulassung von Aktien zum Börsenhandel entscheidet die Zulassungsstelle der Börse (Börseneinführung). An der Börse dürfen nur Vertreter von Kreditinstituten, amtliche und freie Kursmakler handeln. (Börsenplätze der E.ON AG)
 
Börseneinführung auch: Listing. Erstmalige Notierung der Wertpapiere eines Unternehmens an einer Börse. Für den Börsengang muß das Unternehmen bestimmte Anforderungen an Rechnungslegung, Kapitalausstattung und Publizität erfüllen. Neben den Publizitätspflichten nicht börsennotierter Aktiengesellschaften müssen börsennotierte Aktiengesellschaften kursbeeinflussende Informationen veröffentlichen.

Die Zulassungstelle der Börse entscheidet auf Antrag einer Bank und auf der Grundlage eines Börsenzulassungsprospekts über die Zulassung zum Börsenhandel.
 
Börsenkapitalisierung Auch Marktkapitalisierung. Marktwert eines börsennotierten Unternehmens. Die Börsenkapitaliserung berechnet sich aus der Anzahl der Aktien eines Unternehmens multipliziert mit dem aktuellen Aktienkurs.
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Capital Employed Das Capital Employed spiegelt das gesamte, derzeit in einem Geschäftsfeld gebundene Kapital wider. Aus dem Anlagevermögen werden die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen mit Netto-Buchwerten erfasst. Von den Finanzanlagen werden nur die Beteiligungen berücksichtigt, weil das restliche Finanzanlagevermögen (Ausleihungen, Wertpapiere des Anlagevermögens) zu den zinstragenden Aktiva zählt, die im ROCE nicht berücksichtigt werden.
 
Cashflow Finanzierungskennziffer, die anzeigt, in welcher Höhe Mittelzuflüsse aus der betrieblichen Tätigkeit zur Finanzierung von Investitionen sowie zur Schuldentilgung und Gewinnausschüttung (Dividendenzahlungen) zur Verfügung standen.
 
Commercial Paper (CP) Kurzfristige Schuldverschreibungen von Industrieunternehmen und Kreditinstituten. CP werden im Regelfall auf abgezinster Basis emittiert. Die Rückzahlung erfolgt dann zum Nennbetrag. Die Laufzeiten betragen in der Regel zwischen 2 und 364 Tagen.
 
Contractual Trust Agreement (CTA) Treuhandmodell für die Finanzierung von Pensionsrückstellungen. Im Rahmen des CTA überträgt das Unternehmen sicherungshalber für die Erfüllung seiner Pensionsverpflichtungen Vermögen auf einen unabhängigen und rechtlich selbstständigen Treuhänder.
 
Cusip-Nr. Wertpapierkennummer (WKN) in den USA.
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DAX Abk. für Deutscher Aktien-Index. Im allgemeinen ist mit DAX der DAX 30 gemeint. Dieser setzt sich aus dreißig deutschen blue chips zusammen. Deren Performances gehen gewichtet in den Index ein. Die Werte im DAX repräsentieren mehr als 75 % des in Streubesitz befindlichen Grundkapitals. Damit spiegelt der DAX die Entwicklung des deutschen Aktienmarktes weitgehend wider.

 

Neben dem DAX 30 existiert eine Vielzahl weiterer DAX-Indizes, z.B. DAX 100 (die 100 größten Aktientitel), MDAX (mittelgroße Aktientitel) und CDAX (Branchenindizes, etwa CDAX Versorger).

 
Depot Einrichtung der Kreditinstitute zur Verwaltung von Wertpapieren für ihre Kunden. Wertpapiere können bei einer Wertpapiersammelbank (Girosammeldepot) oder für jeden Kunden gesondert in einem Streifband (Streifbanddepot) verwahrt werden; ersteres ist die übliche und deutlich kostengünstigere Form.
 
Discontinued Operations Nicht fortgeführte Aktivitäten — abgrenzbare Geschäftseinheit, die zum Verkauf bestimmt ist oder bereits veräußert wurde. Sie unterliegen besonderen Ausweisregeln.
 
Dividende Jeder Aktionär hat Anspruch auf einen - der Höhe des Aktienbesitzes entsprechenden - Teil des ausgeschütteten Jahresgewinns seiner Gesellschaft. Dieser ausgeschüttete Teil des Gewinns heißt Dividende. Zusätzlich zur Dividende erhält der inländische Aktionär meistens eine Steuergutschrift.
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Eigenkapital Im Gegensatz zum Fremdkapital jene Mittel, die von den Eigentümern eines Unternehmens zu dessen Finanzierung aufgebracht oder als erwirtschafteter Gewinn im Unternehmen belassen wurden.
 
Eigenkapitalrendite Return on Equity. Verhältnis von Ergebnis (Jahresüberschuß ohne Anteile Konzernfremder) zu eingesetztem bilanziellem Eigenkapital. Die Eigenkapitalrendite gibt Auskunft zur Ertragslage des Unternehmens, vergleichbar den Zinsen einer Geldanlage.
 
Einheitskurs Auch Kassakurs, wird für alle zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapiere börsentäglich einmal festgestellt. Für Wertpapiere mit größeren Umsätzen werden zusätzlich während der Börsenzeit mehrmals sogenannte variable Kurse festgestellt.
 
Emissionskurs Der Preis, zu dem eine Aktie von der Aktiengesellschaft bei einer Kapitalerhöhung oder einem Börsengang ausgegeben wird.
 
Equity-Bewertung Verfahren zur Berücksichtigung von Beteiligungsgesellschaften, die nicht auf Basis einer Vollkonsolidierung mit allen Aktiva und Passiva in den Konzernabschluss einbezogen werden. Hierbei wird der Beteiligungsbuchwert um die Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligung fortgeschrieben. Diese Veränderung geht in der Regel in die Gewinn- und Verlustrechnung der Eigentümergesellschaft ein.
 
Ergebnis nach US-GAAP E.ON berücksichtigt, soweit im Rahmen der Ausübung von Wahlrechten nach dem HGB zulässig, die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nach US-GAAP. Die Ergebnisauswirkungen von Bewertungs- und Bilanzierungssachverhalten, die nach deutschem Recht unzulässig, nach US-GAAP aber zwingend sind, fasst E.ON in einer Überleitungsrechnung nach US-GAAP zusammen. Diese ist im Anhang des Konzernabschlusses wiedergegeben.
 
Euro-Stoxx Um eine Orientierungsgröße für den europäischen Markt zu erhalten, haben die deutsche Börse zusammen mit der Schweizer Börse, der Bourse de Paris und dem amerikanischen Dow Jones die europäischen Aktienindizes der "Stoxx-Familie" entwickelt. Sie bestehen aus den zwei Gesamtindizes
  • Dow Jones Stoxx, der mit über 600 Gesellschaften aus 16 Ländern Europa als ganzes abdeckt,
  • Dow Jones Euro Stoxx, der Aktien von gut 300 Gesellschaften aus Ländern der Europäischen Währungsunion beinhaltet sowie aus den beiden entsprechenden "Blue-Chip-Indizes"
  • Dow Jones Stoxx 50 mit Aktien von 50 Unternehmen aus Gesamteuropa und
  • Dow Jones Euro Stoxx 50 mit den Aktien von 50 Unternehmen aus Ländern der Europäischen Währungsunion.

E.ON ist in beiden "Blue-Chip-Indizes" vertreten.

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Fair Value Wert, zu dem Vermögensgegenstände, Schulden und derivative Finanzinstrumente zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern gehandelt wurden.
 
Finanzderivate Vertragliche Vereinbarung, die sich auf einen Basiswert (z. B. Referenzzinssätze, Wertpapierpreise, Rohstoffpreise etc.) und einen Nominalbetrag (z. B. Fremdwährungsbetrag, bestimmte Anzahl von Aktien etc.) bezieht. Bei Vertragsabschluss ist keine bzw. nur eine geringe Zahlung erforderlich.
 
Form 20-F Ausländische Aktiengesellschaften, die an einer amerikanischen Börse gelistet sind, müssen einen Jahresbericht als Form 20-F nach den US-GAAP-Vorschriften erstellen.

Die Form 20-F enthält z.T. deutlich mehr Informationen als der Geschäftsbericht. (Form 20-F der E.ON AG)
 
Free Cashflow Operativer Cashflow nach Abzug der Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen.
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Geschäftswert Im Konzernabschluß aus der Kapitalkonsolidierung nach Auflösung stiller Reserven/Lasten resultierender Wert aus der Aufrechnung des Beteiligungsbuchwertes der Muttergesellschaft mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaft.
 
Goodwill Der Goodwill entspricht dem Betrag, den ein Käufer als Ganzes unter Berücksichtigung zukünftiger Ertragserwartungen über den Wert aller materiellen und immateriellen Vermögensgegenstände nach Abzug der Schulden bereit ist für ein Unternehmen zu zahlen.
 
Grundkapital Aktienkapital einer Aktiengesellschaft, entspricht zahlenmäßig dem Nennwert aller ausgegebenen Aktien. In der Bilanz wird es als Gezeichnetes Kapital auf der Passivseite ausgewiesen. Das Grundkapital der E.ON AG setzt sich zum 31. Dezember 2006 zusammen aus 692.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien und beträgt 1.7999.200.00.
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Hauptversammlung Mindestens einmal jährlich versammeln sich die Aktionäre einer Aktiengesellschaft zur Hauptversammlung. Diese fasst Beschlüsse über die Verwendung des Bilanzgewinns, über Kapitalmaßnahmen, über Satzungsänderungen und andere grundsätzliche Fragen. Sie wählt den Abschlussprüfer und die Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats. Nur sie kann den Aufsichtsrat und den Vorstand entlasten (s.a. Stimmrecht). Die Vorschläge zur Tagesordnung werden in der Einladung zur Hauptversammlung veröffentlicht.
 
Hausse Stärkerer, meist länger anhaltender kräftiger Anstieg der Aktienkurse. Gegensatz: Baisse
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Impairment-Test Werthaltigkeitsprüfung, bei der der Buchwert eines Vermögensgegenstands mit seinem Fair Value verglichen wird. Für den Fall, dass der Fair Value den Buchwert unterschreitet, ist eine außerplanmäßige Abschreibung (Impairment) auf den Vermögensgegenstand vorzunehmen. Durch die erstmalige Anwendung neuer US-Standards von besonderer Bedeutung für Firmenwerte (Goodwill), die seit dem 1. Januar 2002 mindestens einmal jährlich einem solchen Impairment-Test zu unterziehen sind.
 
Inhaberaktie Bei Inhaberaktien wird der Eigentümer in der Urkunde nicht namentlich genannt. Die Aktiengesellschaft verspricht die Leistung allein dem Aktieninhaber, nicht einer bestimmten Person (Gegensatz: Namensaktien). Weil sich Inhaberaktien leichter auf einen neuen Besitzer übertragen lassen, sind sie in Deutschland die vorherrschende Aktienform.
 
Insider Bezeichnung für Personen, die aufgrund ihrer beruflichen Stellung einen Informationsvorsprung haben. Dessen Ausnutzung zum eigenen Vorteil bei Wertpapiergeschäften ist verboten.
 
International Financial Reporting Standards (IFRS) Internationale Rechnungslegungsvorschriften, die aufgrund der Verordnung des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates von kapitalmarktorientierten EU-Unternehmen für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2005 beginnen – spätestens jedoch ab 2007 –, anzuwenden sind. In Deutschland wurde die Verlängerungsoption im Oktober 2004 im Rahmen des Bilanzrechtsreformgesetzes (BilReG) umgesetzt.
 
IPO Abk. für: Initial Public Offering, amerikan. Ausdruck für Börseneinführung.
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Kapitalertragsteuer Sonderform der Einkommensteuer, beläuft sich z. Z. auf 21,1 % der Dividende und wird unmittelbar bei der Dividendenzahlung als Vorauszahlung auf die individuelle Einkommen- oder Körperschaftsteuer des Aktionärs abgezogen (Ausnahmen siehe Steuerguthaben).
 
Kapitalflussrechnung Cashflow Statement — dient zur Ermittlung und Darstellung des Zahlungsmittelflusses, den ein Unternehmen in einem Geschäftsjahr aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit erwirtschaftet oder verbraucht hat.
 
Kapitalkosten Kapitalkosten für das eingesetzte Kapital werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt (Weighted Average Cost of Capital — WACC). Eigenkapitalkosten entsprechen der Rendite, die Anleger bei einer Investition in Aktien erwarten. Die Fremdkapitalkosten orientieren sich an den Marktkonditionen für Kredite und Anleihen. In den Fremdkapitalkosten wird berücksichtigt, dass Fremdkapitalzinsen steuerlich abzugsfähig sind (Tax Shield).
 
KGV Abk. für: Kurs-Gewinn-Verhältnis. Das KGV ist der Quotient aus dem aktuellen Aktienkurs und dem Jahresgewinn des Unternehmens pro Aktie. Je niedriger der KGV, umso "billiger" die Aktie. Das KGV spiegelt die Erwartungen der Anleger bezüglich des künftigen Ergebniswachstums wider: Je höher das erwartete Ergebniswachstum, desto höher das KGV.
 
Konsolidierung Der Konzernabschluss wird so aufgestellt, als ob alle Konzernunternehmen ein rechtlich einheitliches Unternehmen bilden.

Alle Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Transaktionen zwischen den Konzernunternehmen werden durch Aufrechnung (Aufwands- und Ertrags- sowie Zwischenergebniskonsolidierung) eliminiert.

Beteiligungen an Konzernunternehmen werden gegen deren Eigenkapital aufgerechnet (Kapitalkonsolidierung) und alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten eliminiert (Schuldenkonsolidierung), da solche Rechtsverhältnisse innerhalb einer juristischen Person nicht existieren.

Aus der Summierung und Konsolidierung der verbleibenden Posten der Jahresabschlüsse ergeben sich die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.
 
Kurs Der an der Börse notierte Aktienpreis, der sich durch Angebot und Nachfrage ergibt, wird in € pro Stück ausgedrückt. Der Kurs hängt neben anderen Faktoren wesentlich von der Gewinnsituation der Aktiengesellschaft und ihren Zukunftsaussichten ab.
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Listing Einführung/Notierung einer Aktie an einer Börse.
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Marktkapitalisierung Börsenkapitalisierung.
 
Medium Term Note-Programm Stellt den vertraglichen Rahmen und die Musterdokumentation für die Begebung von Anleihen im In- und Ausland dar. Es kann als flexibles Instrument zur Finanzierung eingesetzt werden. Die Laufzeiten für die einzelnen Wertpapieremissionen können zwischen 2 und 30 Jahren variieren.
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Netto-Finanzposition Saldo aus liquiden Mitteln, Wertpapieren und aus Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Dritten und Beteiligungsunternehmen.
 
Netto-Finanzposition÷Cashflow aus der Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten Maß für die Schuldendienstfähigkeit eines Unternehmens — Anzahl der Jahre, die es dauern würde, um die Netto-Finanzverschuldung aus dem operativen Cashflow vollständig zurückzuzahlen.
 
Neutrales Ergebnis Das Neutrale Ergebnis enthält Geschäftsvorfälle, die einmaligen bzw. seltenen Charakter haben. Hierzu zählen vor allem Buchgewinne und -verluste aus größeren Desinvestitionen sowie Restrukturierungsaufwendungen (vgl. Adjusted EBIT).
 
Non-GAAP financial measures Kennzahlen, die nicht auf Basis eines US-GAAP-Rechnungslegungsstandards ermittelt werden. Diese Kennzahlen werden als nicht nach US-GAAP ermittelte Maß- und Verhältniszahlen (Non-GAAP financial measures) gemäß dem amerikanischen Federal Securities Law bezeichnet.
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Operativer Cashflow Der durch gewöhnliche Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Mittelzufluss/-abfluss.
 
Option Recht, den zugrunde liegenden Optionsgegenstand (beispielsweise Wertpapiere oder Devisen) zu einem vorweg fest vereinbarten Preis (Basispreis) zu einem bestimmten Zeitpunkt beziehungsweise in einem bestimmten Zeitraum vom Kontrahenten (Stillhalter) zu kaufen (Kaufoption/Call) oder an ihn zu verkaufen (Verkaufsoption/Put).
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Performance Wertentwicklung eines Wertpapiers. Die Performance ergibt sich aus Kursentwicklung, Dividendenzahlungen und Bezugsrechten bei Kapitalerhöhungen. Sie wird - bezogen auf einen bestimmten Zeitpunkt - in Prozent angegeben.
 
Purchase Price Allocation Kaufpreisverteilung — Aufteilung des Kaufpreises nach einer Unternehmensakquisition auf die einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden.
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Rating Klassifikation kurz- und langfristiger Schuldtitel oder Schuldner entsprechend der Sicherheit der zukünftigen Zins- und Tilgungszahlungen in Bonitätsklassen oder Ratingkategorien. Die Hauptfunktion eines Ratings ist, Transparenz und somit Vergleichbarkeit für Investoren und Gläubiger hinsichtlich des Risikos einer Finanzanlage zu schaffen. Die dem Rating zugrundeliegenden Analysen werden durch darauf spezialisierte Unternehmen (z.B. Standard & Poor's, Moody's) durchgeführt.
 
 
Rechnungsabgrenzungsposten Eine im Jahresabschluß auszuweisende Position, die der zeitlichen Abgrenzung von Aufwendungen und Erträgen dient. Dabei können sowohl auf der Aktivseite (Ausgabe vor Bilanzstichtag, aber Aufwand nach Bilanzstichtag) als auch auf der Passivseite (Einnahme vor dem Bilanzstichtag, aber Ertrag nach Bilanzstichtag) Rechnungsabgrenzungsposten enstehen.
 
Rendite Die Rendite mißt die Verzinsung des eingesetzten Kapitals in %. Man unterscheidet zwischen

 

a) Dividendenrendite = Verhältnis von Dividende + Steuerguthaben zum Kaufpreis der Aktie,

 

b) Anlagerendite = Dividende + Steuerguthaben + Kursveränderungen + Bezugsrechte zum Kaufpreis der Aktie.

 
REX- Performance- Index Index, der die Entwicklung des deutschen Rentenmarktes wiederspiegelt. Renten sind festverzinsliche Wertpapiere, z.B. Staatsanleihen, Pfandbriefe oder Industrieobligationen.
 
ROCE Return on Capital Employed - zentrales Renditemaß fur die periodische Erfolgskontrolle unserer Geschäftsfelder. Der ROCE wird als Quotient aus dem Adjusted EBIT und dem investierten Kapital (Capital Employed) berechnet. Das Capital Employed spiegelt das im Konzern gebundene und zu verzinsende Vermögen wider.
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Satzung Gesellschaftsvertragliche Grundlage einer Aktiengesellschaft, aus der sich Firma und Sitz, Geschäftszweck, Höhe des Grundkapitals und weitere grundlegende Regelungen (z.B. zu Vorstand und Aufsichtsrat) ergeben.
 
SEC Abk. für: Securities and Exchange Commission. Börsenaufsichtsbehörde in den USA. Die SEC prüft insbesondere, ob die Form 20-F die vorgeschriebenen Informationen enthält.

Über das Informationssystem EDGAR sind die Pflichtveröffentlichungen amerikanischer Unternehmen im Internet abrufbar.
 
Steuerguthaben Mit der Dividende ist regelmäßig ein Steuerguthaben von 3/7 der Dividende verbunden. Steuerguthaben, Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag werden auf die festgesetzte Einkommen- oder Körperschaftsteuer und den festgesetzten Solidaritätszuschlag des Aktionärs angerechnet oder im Fall der Überzahlung vergütet.

Der Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag entfällt bei solchen Aktionären, die ihrer Depotbank einen "Freistellungsauftrag" des Finanzamtes eingereicht haben, soweit das in diesem Auftrag angeführte Freistellungsvolumen nicht durch andere Erträge aus Kapitalvermögen bereits aufgebraucht ist.

In diesem Fall wird auch das Steuerguthaben durch das auszahlende Kreditinstitut gutgeschrieben. Das gleiche gilt für Aktionäre, die ihrer Depotbank eine "Nicht- Veranlagungsbescheinigung" eingereicht haben.
 
Stimmrecht Recht des Aktionärs, an der Beschlussfassung in der Hauptversammlung mitzuwirken (in der Regel pro Aktie eine Stimme). Jeder Aktionär kann sein Stimmrecht mittels Vollmacht auf seine Depotbank oder einen anderen HV-Teilnehmer übertragen.
 
Stock Appreciation Rights (SAR) SAR sind virtuelle Aktienoptionen, bei denen die Vergütung nicht in Aktien, sondern als Barvergütung erfolgt. Der Ausübungsgewinn entspricht der Differenz zwischen dem Kurs der E.ON-Aktie zum Zeitpunkt der Ausübung und dem Basiskurs der virtuellen Aktienoption.
 
Stückaktien Im Zuge der Umstellung von DM in EUR sind viele Gesellschaften dazu übergegangen, die Aktien als sogenannte nennwertlose Stückaktien zu führen. Jede Stückaktie repräsentiert dann entsprechend einem gesellschaftsseitig festgelegten Währungsverhältnis EUR/DM einen gleichen Anteil am Grundkapital der Gesellschaft.
 
Syndizierte Kreditlinie Von einer Mehrzahl Banken gesondert zugesagte Kreditlinie mit einer Laufzeit von eins bis zu sieben Jahren.
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Tax Shield Berücksichtigt den Entlastungseffekt von Fremdkapitalzinsen auf die Steuerschuld bei der Ermittlung von Kapitalkosten (Kapitalkosten).
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US-GAAP Abk. für: United States Generally Accepted Accounting Principles (allgemein anerkannte Rechnungslegungsprinzipien). Von einer unabhängigen Organisation (Financial Accounting Standards Board, FASB) seit 1973 entwickelte US-amerikanische Standards für die Bilanzierung, Bewertung und Offenlegung.

Während das deutsche Handelsgesetzbuch die Rechnungslegung vorrangig am Schutz der Gläubiger orientiert und in diesem Sinne möglichst vorsichtig bewertet, betont die amerikanische Rechnungslegung die Interessen der Aktionäre und bewertet möglichst marktnah. Beispielsweise müssen nach US-GAAP Beteiligungen an anderen Unternehmen zum Marktpreis bewertet werden.

Darüber hinaus verlangt US-GAAP eine wesentlich umfangreichere Offenlegung, wie z.B. eine Segmentberichterstattung, mit der bestimmte Finanzinformationen auch für einzelne Segmente eines Unternehmens offengelegt werden müssen.

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Value Added Zentraler Indikator für den absoluten Wertbeitrag einer Periode. Als Residualgewinn drückt er den Erfolgsüberschuss aus, der über die Kosten des Eigen- und Fremdkapitals hinaus erwirtschaftet wird. Der Value Added wird als Produkt von Rendite-Spread (ROCE – Kapitalkosten) und Kapitaleinsatz (Capital Employed) berechnet. Das Capital Employed spiegelt das im Konzern gebundene und zu verzinsende Vermögen wider.
 
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste Die versicherungsmathematische Berechnung der Pensionsrückstellungen beruht im Wesentlichen auf zu prognostizierenden Parametern (wie z. B. der Lohn- und Rentenentwicklungen). Wenn diese Annahmen — aufgrund der tatsächlichen Entwicklungen — geändert werden, resultieren daraus versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste.
 
Volatilität Schwankungsbreite von Kursen. Bei starken Kursausschlägen hat eine Aktie eine hohe Volatilität. Für den Anleger bedeutet das die Chance auf schnelle und hohe Kursgewinne, aber auch das Risiko ebenso schneller Verluste.
 
Vorstand Eigenverantwortliches Geschäftsführungs- und Vertretungsorgan (Unternehmensleitung) der Aktiengesellschaft. Dessen Mitglieder werden durch den Aufsichtsrat ernannt. (Vorstand der E.ON AG)
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Wertpapierkennummer/ WKN In Deutschland notierte Aktien, Anleihen, Investmentzertifikate und Optionsscheine sind durch eine sechsstellige Wertpapierkennummer (WKN) eindeutig identifizierbar. Die WKN der E.ON- Aktie lautet 761 440 bzw. der ISIN Cod