Wo Gaswärmepumpen sinnvoll sind
Grundsätzlich sind Gaswärmepumpen im Leistungsbereich bis 40 Kilowatt (Ein- und Zweifamilienhäuser) in Kombination mit Niedrigtemperatursystemen, wie z. B. einer Fußbodenheizung, wirtschaftlich sinnvoll und effizient in ihrer Energiebilanz. Denn je geringer die Temperatur-Differenz zwischen der externen Wärmequelle aus der Umgebung und der benötigten Temperatur des Heizsystems ist, desto optimaler können Wärmepumpen arbeiten. Fußbodenheizungen benötigen z. B. in der Regel Vorlauftemperaturen von ca. 35° C. Als natürliche Wärmequellen eignen sich das Erdreich, Grund- oder Oberflächenwasser, die Sonne und die Luft.
Das Erdreich ist ein guter Wärmespeicher, da die Temperaturen hier mit 7° bis 13° C über das ganze Jahr relativ gleichmäßig sind. Dabei entziehen wahlweise Erdsonden, die vertikal in einer Tiefe von - je nach benötigter Leistung - 40 bis 100 Metern installiert werden, oder horizontal in ein bis zwei Metern Tiefe verlegte Erdkollektoren dem Boden die Wärme.
Ein anderer Energieträger ist das Grundwasser. Mit einer konstanten Temperatur zwischen 7° und 12° C bietet es ebenfalls relativ geringe Differenzen zu den Temperaturen, die das Heizsystem erfordert. Wichtig ist hierbei die regionale Wasserqualität. Das Grundwasser muss bestimmte Kriterien erfüllen, um den Materialien der Wärmepumpe (z. B. Kupfer oder Edelstahl) nicht zu schaden.
Bei der Solarwärmenutzung werden Solarkollektoren auf dem Dach installiert. Diese können sowohl in Verbindung mit der Adsorptionstechnik als Wärmequelle für die Wärmepumpe, als auch bei ausreichender Temperatur selbstständig für die Warmwasserbereitung genutzt werden.
Aus Kundensicht erfordert die Nutzung der Außenluft als Wärmequelle den geringsten Aufwand. Sie wird angesaugt, in der Wärmepumpe abgekühlt und anschließend wieder an die Umgebung abgegeben. Allerdings kann auch eine optimal ausgelegte Luft-/Wasser-Wärmepumpe bei niedrigen Außenlufttemperaturen den Wärmebedarf der Wohnraumbeheizung nicht vollständig decken. In diesem Fall muss das Gasbrennwertgerät, das im Idealfall lediglich den Verdichter antreibt, den größten Teil des Wärmebedarfs zur Verfügung stellen. Dennoch ist der Nutzungsgrad im Vergleich zu einem konventionellen Heizsystem selbst unter diesen Umständen höher.