Solarenergie: Erneuerbare Energiequelle mit Potenzial
In drei Stunden schickt die Sonne die Energiemenge zur Erde, die wir weltweit in einem Jahr benötigen: Um den gesamten Primärenergiebedarf der Erde zu decken, würde die Energie der Sonne ausreichen, die auf eine Fläche von 1.000 Quadratkilometer fällt.
Von den regenerativen Energien hat die Solarenergie das größte Potenzial. Dennoch deckte die Solarenergie im Jahr 2011 beispielsweise in Deutschland erst vier Prozent des Stromverbrauchs. Die Windenergie lieferte bereits gute zehn Prozent. Wirtschaftlich betrachtet liegt die Windenergie bisher weit vorne. Doch die Sonnenenergie zieht nach. Auch E.ON beteiligt sich aktiv an dieser Aufholjagd. Gesteuert werden diese Aktivitäten im Bereich der Erneuerbaren Energien von E.ON Climate & Renewables.
Derzeit gibt es zwei Möglichkeiten, aus Solarenergie Strom zu erzeugen: Entweder werden Sonnenstrahlen direkt in Strom umgewandelt. Dann spricht man von Fotovoltaik (PV). Alternativ erzeugt gebündelte Solarenergie (Concentrated Solar Power, kurz CSP) Dampf, der - wie in einem konventionellen Kraftwerk - über eine Turbine einen Generator antreibt. Dann handelt es sich um ein sogenanntes solarthermisches Kraftwerk. E.ON Climate & Renewables ist in beiden Technologien aktiv. Wir fokussieren uns hauptsächlich auf Fotovoltaik-Anlagen in Italien und Frankreich und haben eine Projektpipeline von rund 600 MW.
Am 13.Juli 2009 hat E.ON gemeinsam mit zwölf anderen Unternehmen ein "Memorandum of Understanding" zur Gründung einer Desertec Industrial Initiative Planungsgesellschaft (DII) unterzeichnet. Ziel dieser Initiative ist die Analyse und Entwicklung von technischen, ökonomischen, politischen, gesellschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen zur CO2-freien Energieerzeugung in den Wüsten Nordafrikas. Dieses von der TREC-Initiative des Club of Rome entwickelte Desertec-Konzept beschreibt die Perspektiven einer nachhaltigen Stromversorgung für alle Regionen der Welt mit Zugang zum Energiepotenzial von Wüsten.