Aktuelle Informationen


Nachdem die Bundesregierung im Herbst 2010 eine Laufzeitverlängerung für alle deutschen Kernkraftwerke beschlossen hatte, führte das tragische Unglück von Fukushima im Frühjahr 2011 zu einer radikalen Wende in der deutschen Energiepolitik. Nach der im Juli 2011 in Kraft getretenen Novelle des Atomgesetzes wurden acht der deutschen Kernkraftwerke sofort abgeschaltet, die Laufzeiten der verbleibenden neun Anlagen deutlich verkürzt. Unsere betriebsgeführten Anlagen Brokdorf, Grohnde, Grafenrheinfeld und Isar 2 müssen  nach folgendem Zeitplan spätestens zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres vom Netz gehen: Grafenrheinfeld (2015), Brokdorf und Grohnde (2021) und Isar 2 (2022). Unsere Kernkraftwerke Isar 1 und Unterweser sind seit dem Kernkraft-Moratorium im März 2011 nicht mehr am Netz und befinden sich jetzt in der Nachbetriebsphase. Ebenso wie beim weiteren Betrieb unserer verbleibenden Kernkraftwerke hat auch hierbei Sicherheit oberste Priorität.

Seit dem 1. Juni 2011 wurden alle 143 Kernkraftwerke in Europa einer umfassenden und transparenten Risiko- und Sicherheitsbewertung anhand eines EU-weiten Programms, dem EU-Stresstest, unterzogen. Ziel der Analyse war die Bewertung der Robustheit der Kernkraftwerke gegen mögliche natürliche Ereignisse (Erdbeben und Hochwasser) sowie dem Ausfall von Sicherheitsfunktionen (Stromversorgung und Kühlung) sowie gegen schwere Unfälle. Die Untersuchungen zeigen, dass die Kernkraftwerke von E.ON - inklusive der abgeschalteten Kernkraftwerke Unterweser und Isar 1 - bei allen unterstellten Szenarien über große Sicherheitsreserven verfügen, die über die in Gesetzen, Genehmigungen und Regelwerken festgelegten Anforderungen weit hinausgehen. Die Zusammenfassungen und die vollständigen Anlagenberichte finden Sie in der rechten Spalte.