E.ON AG
09.02.2012  04.08 Uhr
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Bild: Unsere CCS-Projekte – intensive Forschung für klimafreundliche Energie aus Kohle

Post-Combustion-Capture

Projekte für eine saubere Zukunft der Energie

E.ON als einer der weltweit führenden Energieversorger treibt die Entwicklung der CCS-Technologie voran und unterstützt derzeit über 80 erfolgversprechende Projekte auf allen Gebieten der CO2-Abtrennung und Speicherung - in Eigenregie oder im Rahmen starker Partnerschaften mit Wissenschaft und Industrie. Die Ausgaben hierfür werden in den kommenden Jahren insgesamt circa 100 Millionen Euro betragen. Unser Fokus im Bereich der Forschung und Entwicklung von Abtrennverfahren liegt auf der Post-Combustion-Capture-Technologie - der CO2-Abscheidung nach der Verbrennung.

Drei gute Gründe für das Post-Combustion-Capture-Verfahren:

1. Es knüpft an die heutige Technologie an: Der langjährig bewährte und weit entwickelte Kraftwerksprozess kann unverändert beibehalten werden.

2. Bestehende Kraftwerke können mit dieser Technologie nachgerüstet werden und so ebenfalls zu einer Reduzierung der globalen CO2-Emissionen bei der Verbrennung fossiler Energieträger beitragen.

3. Wir sind der Überzeugung, dass das Post-Combustion-Capture-Verfahren große Entwicklungspotenziale bietet und wir dieser Technologie mit intensiven Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten helfen können, in absehbarer Zeit marktreif zu werden.

Die wichtigsten E.ON-Projekte im Überblick:

So vielversprechend die Post-Combustion-Capture-Technologie auch ist, sie ist im jetzigen Stadium für die Anwendung in Kohlekraftwerken noch nicht ausgereift. Voraussetzung für den großtechnischen und umweltfreundlichen Einsatz ist die Weiterentwicklung der Lösungsmittel und Prozesse zur Reinigung des CO2-haltigen Rauchgases, um den Energieverbrauch und die Betriebskosten zu reduzieren.

E.ON investiert in zahlreiche Forschungsprojekte, um offene Fragen schnell und effizient zu lösen. Insbesondere die Frage nach dem am besten geeigneten Waschverfahren sowie dem größtmöglichen Wirkungsgrad der Kraftwerke ist von zentraler Bedeutung. Um bestmögliche Forschungsergebnisse zu erzielen, arbeiten wir mit Unternehmen zusammen, die in ihren Bereichen zu den Weltmarktführern zählen. Außerdem stehen wir in intensivem Dialog mit international renommierten Forschungseinrichtungen.

Sehen Sie hier, welche Post-Combustion-Capture-Projekte E.ON derzeit intensiv verfolgt, um bis zum Jahre 2020 die technische Reife für eine kommerzielle Nutzung in Kohle-Kraftwerken zu erreichen.
Betriebsstart der Pilotanlage war im Herbst 2009, gemeinsam mit dem französischen Unternehmen Alstom, einem der weltweit führenden Technologie-Anbieter im Bereich Stromerzeugung. Seit mehr als 2000 Stunden läuft die Anlage stabil. 90 Prozent des CO2, das aus dem Rauchgas des ölbefeuerten Hilfsdampferzeugers entsteht, wird abgetrennt und gespeichert, das sind pro Tag rund 30 Tonnen. Es ist die erste Anlage in Europa, die auf einem Waschverfahren mit gekühltem Ammoniak basiert, und reduzierte Ammoniakemissionen ermöglicht.
In Zusammenarbeit mit der niederländischen Forschungsgesellschaft TNO testen wir in der CATO-Pilotanlage in Maasvlakte ein auf Aminosäuresalzen basierendes Waschverfahren. Die erste Testphase lief von Frühjahr 2008 bis Frühjahr 2009. Durch den Einsatz von Aminosäuresalzen als Lösungsmittel können 90% des CO2 aus dem Abgas abgetrennt werden. CATO ist ein niederländisches Industriekonsortium, das mit öffentlicher Förderung ein umfangreiches Forschungsprogramm betreibt. Das Folgeprojekt CATO-2 betreibt die Pilotanlage weiter und fokussiert neben der CCS-Grundlagenforschung auf die angewandte Forschung und Entwicklung zur Großtechnik.
Aufbau einer Testanlage in Kooperation mit Hitachi Power Europe und Electrabel, in der ein neues, optimiertes Lösungsmittel zur effizienten CO2-Abscheidung identifiziert werden soll. Die Anlage ist für die Behandlung von maximal 5.000 Kubikmeter realem Rauchgas pro Stunde ausgelegt. Die Betriebsdauer soll insgesamt vier Jahre betragen. Diese Testanlage befindet sich derzeit im Aufbau und wird im Dezember 2011 in Betrieb genommen.
In einem von der Regierung geförderten Projekt zusammen mit Siemens entwickeln wir ein innovatives Lösungsmittel, das die Grundlage für ein innovatives Verfahren zur CO2-Abtrennung aus dem Abgas von Kraftwerken ermöglicht. Die Pilotanlage  wird am E.ON-Kraftwerk Staudinger in Betrieb gehen, das sich derzeit noch in der Bauphase befindet und im Dezember 2011 in Betrieb geht.
Entwicklung einer Pilotanlage, in der eine vom US-Unternehmen Fluor Corporation patentierte CO2-Abscheidungstechnologie (Econamine-FG+) erstmals in einem Kohlekraftwerk eingesetzt wird. Hauptziel des Projektes ist eine weiter optimierte Version dieser CO2-Wäsche zu entwickeln. Die Pilotanlage wird Ende 2011 in den bestehenden Kraftwerksblöcken unserer Anlage in Wilhelmshaven in Betrieb gehen. Die anfallenden Projektkosten werden rund 11 Mio. Euro betragen.
Ein Joint Venture von E.ON Benelux und Electrabel Nederland (Teil der GdFSUEZ Group) mit TAQA Nederland, dem möglichen Anbieter des Speichers. Bei dem hocheffizienten Kohlekraftwerk, das 2013 ans Netz gehen soll, sollen durch Post-Combustion-Capture-Technologien 1,1 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr abgetrennt werden. Finanzielle Unterstützung kommt von der EU und der niederländischen Regierung (bis zu 180 Millionen bzw. 150 Millionen Euro).
Am Standort Kingsnorth planen wir noch immer ein neues hocheffizientes Steinkohlekraftwerk mit CCS-Technologie, welches dann einen um 10 Prozent niedrigeren Emissionsausstoß als herkömmliche Kohlekraftwerke haben wird. Wie in allen laufenden Neubauvorhaben wird hier bereits in der Planung die spätere Nachrüstung einer Anlage zur Abscheidung von CO2 berücksichtigt - Kraftwerke mit dieser Eigenschaft bezeichnen wir als "Carbon Capture Ready". Die nahe gelegene Nordsee bietet darüber hinaus Potenzial zur unterirdischen CO2-Speicherung.
E.ON arbeitet parallel mit renommierten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Europa und Nordamerika zusammen, um durch Grundlagenforschung weitere Fortschritte im Bereich verbesserter Lösungsmittel und effizienterer verfahrenstechnischer Prozesse zu erzielen.
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