E.ON setzt Konsolidierung fort

  • Adjusted EBITDA liegt mit 6,6 Milliarden Euro um 39 Prozent unter Vorjahr, bereinigter Konzernüberschuss mit 1,6 Milliarden Euro um 64 Prozent geringer gegenüber Vorjahr
  • Konsequenter Ausbau der Wachstumsgeschäfte Erneuerbare Energien, Gasförderung und Erzeugung in Russland
  • Ausblick 2011 bestätigt: Adjusted EBITDA zwischen 9,1 und 9,8 Milliarden Euro und bereinigter Konzernüberschuss zwischen 2,1 und 2,6 Milliarden Euro erwartet
  • Weiterhin Zieldividende für 2011 von 1,00 Euro geplant

Die Geschäftsentwicklung von E.ON liegt nach neun Monaten im Rahmen der Erwartungen. Der Umsatz stieg zum Ende des dritten Quartals mit rund 78 Milliarden Euro um 21 Prozent über den Wert des Vorjahres. Grund hierfür waren insbesondere höhere Umsätze im Handelsgeschäft. Das Adjusted EBITDA liegt hingegen mit rund 6,6 Milliarden Euro 39 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang hat im Wesentlichen drei Gründe: Erstens belasten die vorzeitige Abschaltung deutscher Kernkraftwerke und die Kernbrennstoffsteuer das Ergebnis mit rund 2,3 Milliarden Euro, zweitens liegt das Ergebnis im Gashandelsgeschäft wegen des weiterhin anhaltenden Margendrucks rund 0,8 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert. Drittens belasten in Großbritannien gestiegene Einkaufspreise im Vertriebsgeschäft sowie der Verkauf von Central Networks das Ergebnis gegenüber 2010 mit rund 0,5 Milliarden Euro.

Positiv hat sich erneut das Ergebnis in den Segmenten Erneuerbare Energien, Gas Upstream und im russischen Stromgeschäft entwickelt: Im Bereich Erneuerbare Energien konnte das Ergebnis erneut um 19 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro gesteigert werden, vor allem Dank des Anstiegs der installierten Leistung im Windgeschäft. Die Gasförderung profitiert von gestiegenen Marktpreisen und trägt mit rund 0,6 Milliarden Euro etwa 22 Prozent mehr zum Ergebnis bei als im Vorjahr. In Russland stieg das Ergebnis um 39 Prozent auf rund 0,4 Milliarden Euro, hier wirken insbesondere ein Anstieg der Erzeugungskapazitäten und die Verbesserung der Strommarge.

Der bereinigte Konzernüberschuss lag zum Ende des dritten Quartals bei rund 1,6 Milliarden Euro und damit 64 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Wesentlichen wirkt hierbei der Rückgang des EBITDA. Die Abschreibungen liegen auf Vorjahresniveau, das wirtschaftliche Zinsergebnis verbessert sich auf Grund der niedrigeren Nettoverschuldung deutlich. Die Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Beteiligungen belaufen sich nach drei Quartalen auf rund 4,1 Milliarden Euro – etwa 1,4 Milliarden Euro weniger als im Vorjahr.

Der operative Cashflow lag mit 4,5 Milliarden Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 9,2 Milliarden Euro. Wesentliche Gründe für den Rückgang waren zahlungswirksame Effekte im Zusammenhang mit dem Rückgang des Adjusted EBITDA, ein negativer Einmaleffekt aufgrund des Nachfundings des Pensionsvermögens vor allem in Großbritannien und insgesamt negative Effekte im Working Capital. Insbesondere geringere Zahlungen im Rahmen der Förderungen neuer Windparks in den USA aufgrund rückläufiger Inbetriebnahmen sowie Veränderungen des Working Capital bei unseren globalen Einheiten Handel und Gas wirkten sich negativ aus.

Die wirtschaftliche Nettoverschuldung des E.ON-Konzerns lag zum 30. September 2011 bei rund 34,5 Milliarden Euro, die Nettofinanzposition bei rund 17 Milliarden Euro. Beide Werte bleiben gegenüber dem Stand zum Halbjahr weitestgehend unverändert, liegen aber deutlich unter dem Stand des Vorjahres. Hierzu trägt vor allem die konsequente Umsetzung des Desinvestitionsprogramms bei. Seit November 2010 hat E.ON Geschäfte im Wert von gut 9 Milliarden Euro abgegeben.

Der Ausblick für das Gesamtjahr 2011 bleibt unverändert. E.ON erwartet weiterhin ein Adjusted EBITDA zwischen 9,1 und 9,8 Milliarden Euro und einen bereinigten Konzernüberschuss zwischen 2,1 und 2,6 Milliarden Euro. Das Unternehmen plant daher, für das Jahr 2011 weiterhin eine Dividende von 1,00 Euro pro Aktie auszuschütten.

Konsequenter Ausbau der Wachstumsfelder

Im operativen Geschäft hat E.ON in den vergangenen Monaten wichtige Meilensteine beim Ausbau von Wachstumsfeldern erreicht: Im Bereich Erneuerbare Energien hat E.ON in den USA das Windenergie-Portfolio auf über 2.000 Megawatt ausgebaut und die installierte Leistung somit innerhalb von nur zwei Jahren mehr als verdoppelt. E.ON gehört nun zu den Top 5 der Windenergieerzeuger im US-amerikanischen Markt. In Russland ging mit dem Gas- und Dampfkraftwerk Yaiva ein weiterer moderner Kraftwerksblock von 400 Megawatt in Betrieb, so dass E.ON im wachstumsstarken russischen Strommarkt jetzt über rund 10.500 Megawatt Kraftwerksleistung verfügt. In Deutschland setzt E.ON mit der Inbetriebnahme des Gas- und Dampfkraftwerks Ulrich Hartmann in Irsching internationale Maßstäbe für eine effiziente und klimaverträgliche Stromproduktion. Und durch einen Gasfund in der britischen Nordsee konnte der Bereich Gas Upstream einen weiteren Schritt zur erfolgreichen Entwicklung dieses Wachstumsgeschäfts machen.

Effizienzverbesserungen im Plan

Bei der Umsetzung des Effizienzsteigerungsprogramms E.ON 2.0 liegt das Unternehmen im Plan. Um seine mittel- und langfristige strategische Handlungsfähigkeit zu erhalten und das Unternehmen gegen die derzeit schwer kalkulierbaren Risiken der internationalen Wirtschafts- und Finanzentwicklung zu schützen, setzt E.ON bewusst auf die Stärkung der Effizienz. Bis spätestens 2015 will E.ON die beeinflussbaren Kosten von derzeit ca. 11 Milliarden Euro auf 9,5 Milliarden Euro senken. Konkrete Maßnahmen, darunter die Straffung der Konzernleitung und die Neuausrichtung des Deutschlandgeschäftes sowie die Zusammenführung der Gas- und Handelseinheiten in einer Gesellschaft, werden derzeit detailliert und sollen im Dezember im Aufsichtsrat vorgestellt werden.

Diese Pressemitteilung enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des E.ON-Konzerns und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die E.ON AG beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, derartige zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.