Neuer Ansatz in der Energieforschung

„E.ON Institut für Energieforschung“ gegründet

Wie können wir in Zukunft mit weniger Energieverbrauch und zugleich mehr Komfort kochen, heizen und wohnen? Was müssen wir tun, um Windenergie stabil ins Netz einzubinden? Wie organisiert man eine dezentrale Energieversorgung? Wie kann man Strom aus Erneuerbaren Energien speichern, um ihn später zu nutzen? Mit solchen Fragen wird sich das E.ON Institut für Energieforschung beschäftigen, dass heute in Anwesenheit von NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers in Düsseldorf gegründet wurde. Nicht von der Technik, sondern vom Menschen und seinen Anforderungen an die Energieversorgung der Zukunft her wird künftig an der RWTH Aachen Energieforschung betrieben.

Fünf hochkarätige Energieforscher und ihre Teams werden gemeinsam an der Energiewirtschaft der Zukunft arbeiten und dabei den Energieanwender und seinen Alltag zum Ausgangspunkt der Forschung machen. Dieses neue Paradigma macht es nötig, in einer modernen Institutsstrukturinterdisziplinär zusammenarbeiten. Vorlesungsbeginn soll bereits im Sommersemester 2007 sein, bis dahin muss ein ehrgeiziger Zeitplan eingehalten werden. Mitte 2007 sollen die Lehrstühle besetzt und die Organisation des Instituts abgeschlossen sein. Bis dahin entsteht in Aachen auch ein hochmodernes, besonders energieeffizientes Institutsgebäude. Es soll bereits im September 2007 bezugsfertig sein.

Das Institut wird, obwohl drei der fünf Lehrstühle über die nächsten zehn Jahre mit 40 Millionen Euro von der E.ON AG finanziert werden, keine Auftragsforschung betreiben. „Alle Forschungsergebnisse werden der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Auch unserer Mitbewerber und andere Auftraggeber sind ausdrücklich eingeladen, sich durch Aufträge an das Institut an der Steigerung der Energieeffizienz zu beteiligen“, betonte Manfred Krüper, Mitglied des Vorstands der E.ON AG.

Für E.ON ergibt sich das Engagement für die Energieforschung aus der gesellschaftlichen Verantwortungals Energieunternehmen. Krüper: „Die Zukunftssicherung unserer Energieversorgung ist eine der wesentlichen Aufgaben unserer Gesellschaft, und die Steigerung der Energieeffizienz der Schlüssel zu einem sparsameren Umgang mit unseren Energiequellen. Zugleich stärken wir mit dem Institut den Forschungsstandort Deutschland. Damit wir bei unserer Ressource Wissen nicht ein ähnliche Knappheit erleben wie sie bei Energieträgern auftreten wird, müssen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik hier besondere Anstrengungen unternehmen.“

Prof. Burkhard Rauhut, Rektor der RWTH: „Die Gründung des ‚E.ON Institut für Energieforschung’ markiert einen Meilenstein bezüglich der Größenordnung und der Qualität forschungsbezogener Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen. Wir brauchen solche Allianzen, um aktuellen und zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Wissenschaftsinstitutionen, die eine Spitzenposition einnehmen, garantieren den Unternehmen hochqualifizierteNachwuchskräfte und die Basis für technische Innovationen. Die Hochschulen wiederum benötigen starke Partner aus der Wirtschaft, um ihre Potenziale weiter ausbauen zu können.“