E.ON gibt Gas


Übernahme einer maßgeblichen Position bei Ruhrgas/Veba Oel: Zukunftsweisende Partnerschaft mit BP


Die E.ON AG, Düsseldorf, und die BP p.l.c., London, haben eine Neustrukturierung ihrer Öl- und Gasaktivitäten in Deutschland vereinbart. E.ON übernimmt zum Jahreswechsel 2001/2002 im Zuge einer Kapitalerhöhung 51 Prozent an der BP-Tochter Gelsenberg AG, die 25,5 Prozent an der Ruhrgas AG hält. In einem zweiten Schritt hat BP ab Januar 2002 die Option, die verbleibenden 49 Prozent Gelsenberg an E.ON zu verkaufen.

Ebenfalls zum Jahreswechsel übernimmt BP im Wege einer Kapitalerhöhung 51 Prozent an der Veba Oel AG, Gelsenkirchen. Im Rahmen dieser Kapitalerhöhung löst BP die von E.ON gewährten Gesellschafterdarlehen in Höhe von rund 1,9 Mrd € ab. E.ON kann ab April 2002 eine Put-Option zur Abgabe der verbleibenden 49 Prozent Veba Oel ausüben.

Werden die Optionen durch beide Seiten ausgeübt, ergibt sich für E.ON folgendes Gesamtbild: Das Unternehmen erhält für Veba Oel 25,5 Prozent an Ruhrgas, einen Barausgleich von 400 Mio € zuzüglich vereinbarter Kaufpreisanpassungen und die Rückzahlung von rund 1,9 Mrd € Gesellschafterdarlehen. Auf der Basis eines Eigenkapitalwerts von 2,4 Mrd € für den Ruhrgas-Anteil beträgt der Eigenkapitalwert für Veba Oel 2,8 Mrd €. Einschließlich übernommener Gesellschafterdarlehen, Finanzschulden und Pensionsverbindlichkeiten erzielt E.ON demzufolge einen Unternehmenswert von rund 6,5 Mrd € für Veba Oel.

Beide Transaktionen bedürfen noch der kartellrechtlichen Genehmigung.

Strategischer Wachstumsschritt im Kerngeschäft Gas

Mit Übernahme der Gelsenberg-Mehrheit zum Jahreswechsel gewinnt E.ON eine maßgebliche Position bei Ruhrgas. Das Unternehmen ist der größte Gasimporteur Deutschlands und zählt zu den drei größten Gasunternehmen Europas. Die Ruhrgas-Aktivitäten in der Ferngasversorgung ergänzen ideal die gute Stellung des E.ON-Konzerns in der Endverteilung.

Auch international haben beide Unternehmen attraktive Berührungspunkte. So hält Ruhrgas ebenso wie E.ON Beteiligungen in Skandinavien, dem Baltikum und Osteuropa.

Attraktive Perspektiven für Veba Oel

Für Veba Oel und ihre Mitarbeiter bietet die Partnerschaft mit einem weltweit führenden Öl-Unternehmen hervorragende Perspektiven. Im BP-Verbund wird Veba Oel als starkes Standbein im größten Mineralölmarkt Europas eine wichtige Rolle spielen. Deutschlands führende Tankstellenmarke Aral bleibt erhalten. BP hat zugesichert, die deutschen Downstream-Aktivitäten weiterhin aus Nordrhein-Westfalen zu führen.

Gleichzeitig kann E.ON Veba Oel abgeben und damit eines der größten Projekte im Rahmen ihrer konsequenten Desinvestitionsstrategie umsetzen. Mit diesen Transaktionen gelingt E.ON nach der angekündigten Übernahme der britischen Powergen der zweite strategische Doppelschlag in diesem Jahr. E.ON stärkt deutlich ihre Position im Kerngeschäft Gas und macht einen weiteren, großen Schritt bei der Fokussierung auf das Energiegeschäft.

E.ON-Vorstandsvorsitzender Ulrich Hartmann: "Für unser Öl-Geschäft haben wir eine optimale Lösung gefunden: Veba Oel wird zum zentralen Standbein des BP-Konzerns in Deutschland; damit ergeben sich für das Unternehmen und seine Mitarbeiter hervor-ragende Zukunftsperspektiven. Die Vereinbarungen mit BP haben zudem für E.ON einen hohen strategischen Wert. Sie geben uns die einzigartige Möglichkeit, die Abgabe von Veba Oel im Rahmen unserer Fokussierung auf das Energiegeschäft mit einem bahnbrechenden Wachstumsschritt im attraktiven Kerngeschäftsfeld Gas zu verbinden."