Degussa AG Zwischenbericht Januar bis März 2001



Konzernumbau geht mit Riesenschritten voran/Verhaltener Start der neuen Degussa

Den aktuellen Werten stehen jeweils Pro-forma-Zahlen für den Vergleichszeitraum des Vorjahres gegenüber. Diese Werte wurden so ermittelt, als ob die Fusion von Degussa-Hüls und SKW Trostberg bereits zum 1. Januar 2000 stattgefunden hätte. In dem vorliegenden Zahlenwerk über das erste Quartal 2001 hat sich der vereinbarte Verkauf von dmc2 und Phenolchemie noch nicht ausgewirkt. Die kürzlich erworbene Laporte ist in der Bilanz, aber nicht in den Umsatz- und Ergebniszahlen enthalten.

Ausgehend von der konjunkturellen Abkühlung in Nordamerika hat die Wachstumsdynamik in Europa und hier insbesondere in Deutschland im ersten Quartal 2001 deutlich nachgelassen. Gleichzeitig haben sich die Preise für Energie und wichtige Rohstoffe teilweise deutlich erhöht. Diesen Entwicklungen konnte sich auch Degussa nicht entziehen.

Der Umsatz ohne Edelmetallhandel erhöhte sich insgesamt um 15 % auf 4,4 Mrd. Euro . Bezogen auf das Kerngeschäft stieg er um 6 % auf 2,6 Mrd. Euro. Von diesem Zuwachs sind 4 % auf höhere Preise als Folge der teilweisen Weitergabe der gestiegenen Rohstoffkosten zurückzuführen. Weiter entfallen je 1 % auf Veränderungen des Konsolidierungskreises und Währungseffekte, während die Mengen insgesamt unverändert blieben. Zu der starken Umsatzausweitung um 32 % auf 1,8 Mrd. Euro im Nicht-Kerngeschäft hat vor allem der erhebliche Umsatzanstieg bei dmc2 beigetragen.

Trotz dieser positiven Umsatzentwicklung blieb das operative Ergebnis EBITA mit 265 Mio. Euro um 16 % hinter dem guten Wert des Vorjahresquartals zurück. Dabei verlief die Geschäftsentwicklung in den Unternehmensbereichen des Kerngeschäftes besser; hier ging das EBITA um 7 % auf 246 Mio. Euro zurück. Zusammen mit den auch von Sondereinflüssen belasteten Ergebnissen der Segmente Services und Corporate wurde im Kerngeschäft insgesamt ein EBITA von 184 Mio. Euro erwirtschaftet, was einem Rückgang um 20 % entspricht. Das EBITA des Nicht-Kerngeschäfts verringerte sich um 5 % auf 81 Mio. Euro.

Das EBIT ging um 19 % auf 213 Mio. Euro zurück. Das Betriebsergebnis nach Abzug der deutlich gestiegenen Zinsaufwendungen lag mit 120 Mio. Euro um 38 % unter Vorjahr. Das Ergebnis vor Ertragsteuern ist durch hohe Einmalaufwendungen belastet, die vollständig im ersten Quartal zu verkraften waren und im neutralen Ergebnis zusammengefasst wurden. Das neutrale Ergebnis von minus 119 Mio. Euro enthält Fusionskosten in Höhe von 70 Mio. Euro, wovon 46 Mio. Euro auf die bei Eintragung der Fusion von Degussa-Hüls und SKW Trostberg entstandene Grunderwerbsteuer und 8 Mio. Euro auf die Umschreibung von Patenten sowie die Börsenzulassung entfallen. Außerdem ist im neutralen Ergebnis eine Garantiezusage an die Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" enthalten, die von uns als Gründungsmitglied mit beschlossen wurde. Andere Posten sind die Restabschreibung im Zusammenhang mit dem Verkauf von Phenolchemie, Restrukturierungskosten für ASTA Medica sowie Kosten für die Imagekampagne der dmc2.

Insgesamt betrug das Ergebnis vor Ertragsteuern im ersten Quartal 1 Mio. Euro. Der Ertragsteueraufwand wurde von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge überkompensiert, so dass sich per Saldo eine positive Steuerposition von 68 Mio. Euro ergab. Der Konzernüberschuss nach Fremdanteilen ging daher nur um 35 % auf 64 Mio. Euro zurück. Das Ergebnis je Aktie für das erste Quartal verringerte sich von 0,48 Euro auf 0,31 Euro. Ohne Firmenwertabschreibungen betrug es 0,56 Euro nach 0,74 Euro im Jahr zuvor.

Differenzierte Entwicklung in den Unternehmensbereichen

Im Unternehmensbereich Gesundheit & Ernährung steigerten wir den Umsatz um 14 % auf 291 Mio. Euro. Das EBITA verbesserte sich von 37 Mio. Euro auf 44 Mio. Euro (+ 19 %). Besonders erfolgreich verlief das Geschäft bei den Futtermitteladditiven, die eine sehr hohe Mengennachfrage verzeichneten. Der Geschäftsbereich Aromen und Fruchtsysteme erzielte bei verbessertem Produktmix ein deutlich über Vorjahr liegendes EBITA. Aber auch die Texturierungssysteme konnten bei hoher Nachfrage Umsatz und EBITA weiter steigern. Der Geschäftsbereich BioActives litt unter der schwächeren Nachfrage nach Nahrungsergänzungsmitteln in den USA und steuerte ein geringeres EBITA bei.

In der Bauchemie erhöhte sich der Umsatz um 6 % auf 376 Mio. Euro. Das EBITA erreichte mit 23 Mio. Euro fast den guten Vorjahreswert von 24 Mio. Euro. Infolge der anhaltend schwachen Baukonjunktur in Deutschland blieb das EBITA des Geschäftsbereichs Deutschland deutlich unter Vorjahr. Erfreulich verlief dagegen das Geschäft in Amerika, wo wir Umsatz und EBITA nochmals ausbauen konnten. Eine positive Entwicklung und leicht höhere EBITA waren in Europa und Asien zu verzeichnen.

Der Umsatz der Fein- & Industriechemie stieg um 54 % auf 441 Mio. Euro. Das EBITA blieb mit 26 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 42 Mio. Euro (- 38 %). Das EBITA des Geschäftsbereichs Feinchemie lag aufgrund schwächerer Nachfrage und teilweise stark gestiegener Rohstoff- und Energiepreise deutlich unter Vorjahr. Auch der Geschäftsbereich Bleich- und Wasserchemie erzielte wegen höherer Einsatzkosten ein spürbar geringeres EBITA. Bei der C4-Chemie hingegen wurde bei gutem Geschäftsverlauf ein deutlich verbessertes EBITA erwirtschaftet.

Im Unternehmensbereich Performance Chemie erhöhte sich der Umsatz um 7 % auf 344 Mio. Euro. Das EBITA verringerte sich von 29 Mio. Euro auf 22 Mio. Euro (- 24 %). Schlechter als erwartet schnitt der Geschäftsbereich Superabsorber ab, der ein negatives Quartalsergebnis beisteuerte. Dies ist vor allem auf den deutlichen Nachfragerückgang für Superabsorber im NAFTA-Raum zurückzuführen. Um dieser Entwicklung zu begegnen, haben wir im April eine unserer beiden Produktionsanlagen in den USA mit einer Kapazität von 40.000 Jahrestonnen stillgelegt. Die Geschäftsbereiche Pflegespezialitäten und Oligomere & Silicone erwirtschafteten dagegen erneut gute Ergebnisbeiträge, die nur leicht hinter den Vorjahreswerten zurückblieben.

Der Umsatz der Coatings & Füllstoffsysteme stieg um 6 % auf 635 Mio. Euro. Das EBITA blieb mit 84 Mio. Euro jedoch unter dem sehr guten Vorjahreswert von 95 Mio. Euro (- 12 %). Der Geschäftsbereich Coatings & Colorants erwirtschaftete erneut ein gutes EBITA, das allerdings aufgrund höherer Rohstoffkosten den Vorjahreswert verfehlte. Ein ebenfalls unter dem ausgezeichneten Vorjahr liegendes EBITA kam aus dem Geschäftsbereich Aerosil & Silane, der insbesondere in Nordamerika Mengenrückgänge hinnehmen mußte. Der Geschäftsbereich Füllstoffsysteme & Pigmente konnte das gute Ergebnis des Vorjahres aufgrund eines vorteilhafteren Produktmixes und geringerer Fixkosten leicht verbessern.

Im Unternehmensbereich Spezialkunststoffe ging der Umsatz aufgrund der Ausgliederung von Geschäftsteilen in neu gegründete Joint Ventures um 5 % auf 317 Mio. Euro zurück. Das EBITA konnten wir nochmals um 24 % auf 47 Mio. Euro verbessern. Sehr erfreulich verlief die Entwicklung bei den Geschäftsbereichen Spezialacrylate, Methacrylate und Plexiglas, die bei hoher Nachfrage ihre Ergebnisse deutlich steigern konnten. Das EBITA der Hochleistungskunststoffe erreichte erneut das gute Niveau des Vorjahres.

Die Services steuerten einen Umsatz von 189 Mio. Euro (Vorjahr 168 Mio. Euro) bei. Das EBITA blieb unter anderem aufgrund von Einmaleffekten bei der Infracor mit minus 4 Mio. Euro unter dem hohen Vorjahreswert von 10 Mio. Euro.

Unter ?Corporate? weisen wir Kosten für die Konzernzentrale, die strategische Forschung sowie die Abschreibungen auf stille Reserven aus dem Purchase Accounting aus. Im ersten Quartal waren zusätzlich Sonderaufwendungen in Höhe von 15 Mio. Euro für Währungsdifferenzen und Beraterkosten im Zusammenhang mit den Desinvestitionen zu berücksichtigen. Insgesamt betrug das EBITA minus 58 Mio. Euro nach minus 44 Mio. Euro im Jahr zuvor.

Nicht-Kerngeschäft

In diesem Bereich haben wir die zur Desinvestition vorgesehenen Aktivitäten zusammengefasst. Insgesamt erzielten unsere Nicht-Kernaktivitäten einen Umsatz (ohne Edelmetallhandel) von 1,8 Mrd. Euro, dies sind 32 % mehr als im Jahr zuvor. Das EBITA ging allerdings um 5 % auf 81 Mio. Euro zurück. Der absolut höchste Ergebnisbeitrag kam erwartungsgemäß von der dmc2-Gruppe, die bei weltweit hoher Nachfrage erneut ein gutes Ergebnis erwirtschaftete. Ebenfalls deutlich über Vorjahr liegende Ergebnisse steuerten Degussa Dental, Phenolchemie, SKW Piesteritz sowie Gelatine bei. Geringere EBITA kamen dagegen von ASTA Medica sowie Oxxynova.

Auslandsanteil über 70 %

Mit einem Umsatz von 1.352 Mio. Euro erzielten wir 30 % unseres Umsatzes ohne Edelmetallhandel in Deutschland. Weitere 31 % oder 1.364 Mio. Euro wurden im übrigen Europa erwirtschaftet, sodass Europa mit einem Umsatzanteil von 61 % nach wie vor unser größter Markt ist. Mit 906 Mio. Euro erreichte Nordamerika einen Umsatzanteil von 21 %, während Lateinamerika mit 194 Mio. Euro einen Anteil von 4 % beisteuerte. In Asien, wo wir zukünftig verstärkt wachsen wollen, erwirtschafteten wir im ersten Quartal einen Umsatz von 497 Mio. Euro, entsprechend einem Anteil von 11 % am Gesamtumsatz. Der Umsatz in Afrika, Australien und Ozeanien erreichte 134 Mio. Euro (3 %).

Höheres Investitionsvolumen

Die Investitionen in Sachanlagen betrugen im 1. Quartal 2001 254 Mio. Euro (Vorjahr 246 Mio. Euro) und lagen damit erneut über den Abschreibungen auf Sachanlagen von 223 Mio. Euro. Mit 23 % bzw. 20 % entfielen die größten Anteile der Sachanlageinvestitionen auf die Unternehmensbereiche Coatings & Füllstoffsysteme und Fein- & Industriechemie. 9 % der Investitionssumme wurde im Unternehmensbereich Gesundheit & Ernährung getätigt, während für die Bauchemie und die Performance Chemie je 8 % und für die Spezialkunststoffe 7 % aufgewendet wurden. Rund 16 % entfielen auf die Nicht-Kernaktivitäten. In Finanzanlagen investierten wir 1.743 Mio. Euro, hierin enthalten ist der Erwerb von Laporte mit 1.651 Mio. Euro.

Mitarbeiter

Am 31. März 2001 waren 62.359 Mitarbeiter weltweit im Degussa-Konzern beschäftigt. Dies sind 582 Mitarbeiter weniger als zum 31. Dezember 2000.

Ausblick für das Gesamtjahr 2001: EBITA über Vorjahr erwartet

Das weltweite Wirtschaftswachstum hat sich im ersten Quartal stärker abgeschwächt als erwartet, die Auswirkungen werden auch noch in das zweite Quartal hineinreichen. Für die zweite Jahreshälfte rechnen wir dagegen wieder mit einer konjunkturellen Erholung. Bei den Rohstoffkosten gehen wir von einer Entlastung im Jahresverlauf aus.

Auf dieser Grundlage sind wir für das Gesamtjahr weiterhin zuversichtlich: Unsere strategische Ausrichtung auf die Spezialchemie kommt gut voran und wird bereits 2001 erste Früchte tragen. Gleichzeitig werden wir unsere aufgrund der Ergebnisentwicklung unverzüglich eingeleiteten Maßnahmen zum Kostenmanagement bei den Geschäfts- und Servicebereichen noch konsequenter vorantreiben. Für das Kerngeschäft erwarten wir einen spürbaren Anstieg bei Umsatz und EBITA, wozu auch die Einbeziehung von Laporte beitragen wird. Im Nicht-Kerngeschäft werden dagegen Umsatz und EBITA, vor allem aufgrund der Desinvestitionen, hinter den Vorjahreswerten zurückbleiben. Insgesamt rechnen wir für den Degussa-Konzern im Jahr 2001 mit einem gegenüber Vorjahr verbesserten EBITA und einem auf Vorjahreshöhe liegenden Betriebsergebnis.

Unternehmensnachrichten:
Konzernumbau kommt mit Riesenschritten voran


Unserem Ziel, ein reines Spezialchemieunternehmen zu werden, sind wir mit dem Erwerb des britischen Spezialchemieherstellers Laporte plc und den konsequenten Desinvestitionen der vergangenen Monate deutlich näher gekommen.

Am 12. März 2001 erhielten wir von der Europäischen Kommission grünes Licht für unser Übernahmeangebot an die Aktionäre von Laporte. Im Gegenzug müssen wir einige Aktivitäten abgeben, die jedoch überwiegend nicht die Feinchemie betreffen. Es handelt sich dabei um die Persulfat-Produktion im Degussa-Werk Rheinfelden sowie die Laporte-Standorte Zaltbommel/Niederlande und Hythe/ Großbritannien. Sofort nach dem positiven Signal aus Brüssel haben wir die Integration von Laporte mit Teams der entsprechenden Geschäftsbereiche unter Leitung der Bereichsvorstände gestartet. Zum 31. März 2001 gehörten uns rund 97 % der Laporte-Aktien. Die Vermögensgegenstände von Laporte sind daher bereits in der Bilanz des Degussa-Konzerns zum 31. März enthalten. In die Gewinn- und Verlustrechnung wird Laporte erst ab dem 1. April 2001 einbezogen.

Auch unser ehrgeiziges Desinvestitionsprogramm haben wir seit dem Start der neuen Degussa weit vorangetrieben. Unsere Tochtergesellschaft dmc2 Degussa Metals Catalysts Cerdec AG, Hanau, haben wir am 24. April 2001 für 1,2 Mrd. Euro an die US-amerikanische OM Group, Inc., Cleveland, Ohio, verkauft und damit unser bedeutendstes Desinvestitionsprojekt erfolgreich abgeschlossen. Im Kaufpreis ist die Übernahme der Finanzschulden von dmc2 in Höhe von rund 0,6 Mrd. Euro enthalten. Die Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die Kartellbehörden. dmc2 erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2000 mit weltweit rund 5.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,6 Mrd. Euro (ohne Edelmetallhandel) und ein EBITA in Höhe von 107 Mio. Euro.

Unsere Tochtergesellschaft Phenolchemie GmbH & Co. KG haben wir zum 30. März 2001 für 422 Mio. Euro einschließlich der Übernahme der Finanzschulden an die britische INEOS-Gruppe verkauft. Der Vollzug der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die Kartellbehörden. Phenolchemie ist Weltmarktführer in der Produktion von Phenol und Aceton und erzielte im Geschäftsjahr 2000 mit gut 700 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro. Für Phenolchemie schafft der Wechsel der Eigentümerstruktur weltweit verbesserte Voraussetzungen für künftiges Wachstum.

Unseren Anteil an der Südsalz GmbH, München, in der unser Salzgeschäft gebündelt ist, haben wir von bisher 64 % auf 49 % reduziert. Die unternehmerische Führung übernimmt die SWS-Alpensalz GmbH, eine 100-%ige Tochter der Südwestdeutsche Salzwerke AG. Darüber hinaus können wir durch ein vertraglich festgelegtes Barabfindungsangebot auch den verbleibenden 49-%-Anteil zu einem geeigneten Zeitpunkt an die SWS-Alpensalz GmbH abgeben. Die Südsalz GmbH ist mit einem Umsatz von über 155 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2000 und ca. 520 Mitarbeitern der größte und leistungsfähigste deutsche Salzanbieter.

Zusammen mit Ciba Spezialitätenchemie haben wir unseren jeweiligen 50 %-Anteil an dem Joint Venture TFL Ledertechnik an Schroder Ventures verkauft. Die Transaktion wurde am 15. März 2001 abgeschlossen. TFL ist ein weltweit führender Anbieter von Chemieprodukten für die lederverarbeitende Industrie und erwirtschaftet mit rund 900 Mitarbeitern einen jährlichen Umsatz von rund 250 Mio. Euro.

Damit haben wir seit dem Start der neuen Degussa innerhalb von drei Monaten ? gemessen am Umsatz ? bereits über 60 % unseres Desinvestitionsprogramms erfolgreich abgeschlossen.

Forschungsoffensive im Wachstumsmarkt der Biotechnologie gestartet

In die Erforschung und das Design von Biokatalysatoren werden wir in den kommenden drei Jahren rund 20 Mio. Euro investieren. Die Projektarbeiten dazu übernimmt das Degussa-Projekthaus Biotechnologie, das die bereits vorhandenen Aktivitäten ergänzt und Synergien erschließt.

Im Rahmen dieser Strategie erwerben wir zum 1. Juni 2001 die Chiraltechnologie-Forschungsaktivitäten der Aventis Research & Technologies GmbH & Co. KG, Frankfurt. Diese umfassen unter anderem gentechnische Verfahren für die Entwicklung von Biokatalysatoren und hocheffiziente, moderne Methoden für die Herstellung und zum Testen der Katalysatoren. Ziel sind neue Katalysatoren und Verfahren, mit denen hochwirksame Substanzen für Wirkstoffe erzeugt werden können, die der Molekularstruktur in der Natur angepasst sind. Diese Substanzen gewinnen für die Pharma- und Agroindustrie wachsende Bedeutung.

Weitere Informationen sowie Kennzahlen des Degussa-Konzerns im Überblick finden Sie auf der Homepage der Degussa AG unter www.degussa.com.